„Keine Improvisation“ – USA haben laut Rubio Plan für Venezuela
US-Außenminister Marco Rubio hat sich gegen den Vorwurf verteidigt, die USA hätten nach dem Sturz des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro keinen Plan für das Land. Das Vorgehen in Venezuela sei „keine Improvisation“, sagte Rubio am Mittwoch vor Journalisten im Kapitol. Der erste Schritt sei „die Stabilisierung des Landes“. Der zweite – „Wiederaufbau“ genannt – bestehe darin, „sicherzustellen, dass amerikanische, westliche und andere Unternehmen fairen Zugang zum venezolanischen Markt haben“. Der dritte Schritt sei „natürlich der Übergang“, fügte er hinzu, ohne ins Detail zu gehen.
Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Karoline Leavitt, sagte bei einer Pressekonferenz, die „enge Abstimmung mit den Übergangsbehörden“ in Venezuela gehe weiter. Deren Entscheidungen würden weiterhin von den USA „diktiert“, fügte sie hinzu.
Derweil heben die USA „selektiv“ einige ihrer Sanktionen gegen Venezuela auf. Dies soll den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie das US-Energieministerium mitteilte.
Welche Sanktionen genau gelockert werden sollen und wann, ging daraus nicht hervor. Zum Beispiel sind aktuell bestimmte Tanker, die Öl transportieren, von den USA mit Sanktionen belegt.
Die USA nehmen nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduros verstärkt die Ölvorkommen in den Blick. So sagte Energieminister Chris Wright, die USA nähmen deren Verkauf „auf unbestimmte Zeit“ in ihre Hand.
Bereits am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Venezuela werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel (je 159 Liter) an sanktioniertem Öl an die USA liefern. Er selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf des Öls kontrollieren – „zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten“.
Das Ölgeschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Zuletzt war China der größte Abnehmer für venezolanisches Erdöl.
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