USA drohen Grönland – Deutschland und Frankreich arbeiten an Reaktionsplan
Frankreich arbeitet nach der US-Drohung einer Übernahme Grönlands mit Partnern an einem Reaktionsplan. Außenminister Jean-Noel Barrot sagte am Mittwoch in Paris, das Thema solle noch im Laufe des Tages bei seinem Treffen mit seinen Kollegen aus Deutschland und Polen zur Sprache kommen. Barrot will am Nachmittag in Paris Bundesaußenminister Johann Wadephul und den polnischen Chefdiplomaten Radosław Sikorski im Format des Weimarer Dreiecks empfangen.
Das US-Präsidialamt hatte am Dienstag mitgeteilt, Präsident Donald Trump erörtere Optionen für den Erwerb Grönlands. Dazu gehöre auch der mögliche Einsatz des US-Militärs. Trump belebt damit sein bereits früher artikuliertes Ziel, die strategisch wichtige Insel trotz europäischen Widerstands unter seine Kontrolle zu bringen.
In einer gemeinsamen Erklärung hatten Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Spanien am Dienstag betont, Grönland gehöre seinem Volk. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte am Montag vor dem Ende des westlichen Verteidigungsbündnisses Nato gewarnt.
Grönland ist wegen der Zugehörigkeit zu Dänemark Nato-Gebiet, gehört allerdings nicht zur EU. Die USA haben bereits Militärstützpunkte auf der Insel und könnten diese auch ohne Annexion ausbauen. Spekuliert wird, dass es Trump vor allem um die Ausbeutung der reichen Bodenschätze der riesigen Insel geht.
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