Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Betroffene verspüren oft erst Symptome, wenn die Krankheit schon fortgeschritten ist. Umso wichtiger ist die Darmkrebsvorsorge. Frauen und Männer können ab 50 Jahren zwischen zwei Untersuchungen wählen.

Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben nun herausgefunden, dass ein Stuhltest ähnlich wirksam Gewissheit geben kann wie eine Darmspiegelung. Nur wenn der Stuhltest positiv ausfällt, ist eine Darmspiegelung erforderlich.

Dafür untersuchte das Forscherteam die langfristigen Auswirkungen beider Maßnahmen mithilfe eines Simulationsmodells. Die Ergebnisse zeigen: Bei regelmäßiger Teilnahme lassen sich bis zu drei Viertel aller Darmkrebserkrankungen verhindern. Welche der beiden Untersuchungen dabei gemacht wird, kann jeder selbst entscheiden. Der immunologische Test auf Blut im Stuhl (FIT) sollte alle zwei Jahre durchgeführt werden. Wohingegen eine Darmspiegelung (Vorsorgekoloskopien) in zehn Jahren genügt.

Die Zahl der Todesfälle durch Darmkrebs kann sogar um mehr als 80 Prozent reduziert werden – unabhängig davon, ob die Vorsorge primär über den Stuhltest oder über die Vorsorgekoloskopie erfolgt. Besonders große Effekte ergeben sich, wenn beide Verfahren sinnvoll kombiniert werden, etwa Koloskopien in jüngeren Jahren und ergänzende Stuhltests im höheren Alter.

„Unsere Analysen zeigen sehr klar: Beide Vorsorgestrategien sind hochwirksam. Entscheidend ist nicht so sehr, welche Methode gewählt wird, sondern dass die Vorsorge von möglichst vielen Menschen genutzt wird“, wird Studienleiter Hermann Brenner vom DKFZ in einer Mitteilung zitiert.

Welche Vorsorgeuntersuchung jemand wählt, hängt von der persönlichen Präferenz ab. Die Darmspiegelung ist aufwendiger, bietet jedoch den Vorteil, dass Krebsvorstufen direkt erkannt und entfernt werden können.

Der Stuhltest ist weniger invasiv und einfacher durchzuführen, muss dafür aber häufiger wiederholt werden. Eine Darmspiegelung ist nur bei einem positiven Testergebnis erforderlich. In ihrer Wirksamkeit gegen Darmkrebs sind beide Ansätze bei regelmäßiger Teilnahme vergleichbar.

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