Mit 59 Jahren fährt Raymond van Barneveld noch einmal zur Darts-WM
Raymond van Barneveld hat es gerade noch einmal geschafft. Der 59-jährige Niederländer sicherte sich einen der 128 Startplätze für die in fünf Wochen beginnende Darts-Weltmeisterschaft in London.
„Barney“ genügte beim 34. und letzten Players-Championship-Turnier des Jahres ein Sieg gegen Landsmann Jimmy van Schie, um die Qualifikation perfekt zu machen. Seine 34. WM-Teilnahme bedeutet zugleich den alleinigen Rekord. Der 2014 zurückgetretene Engländer Steve Beaton hatte ebenfalls 33 Weltmeisterschaften gespielt.
Van Barneveld, Weltmeister von 1998, 1999, 2003, 2005 und 2007, könnte bei der am 11. Dezember beginnenden Darts-WM 2027 mit 59 Jahren auch der älteste Teilnehmer im Feld sein. Im vergangenen Jahr waren nur Paul Lim (damals 71 Jahre) aus Singapur und der Engländer Mervyn King (59) älter. Beide konnten sich bislang nicht für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Für van Barneveld dürfte es angesichts der weiter steigenden Leistungsdichte auf der Tour allerdings ebenfalls die letzte Weltmeisterschaft werden.
Seine WM-Premiere feierte der damalige Postbote 1991 bei der British Darts Organisation (BDO), und es wären heute wohl 35 Teilnahmen, hätte er nach dem Erstrundenaus bei der WM 2020 gegen den US-Amerikaner Darin Young nicht vorschnell seine Karriere beendet. Die WM 2021 verpasste er somit, kehrte anschließend aber wieder auf die Tour zurück.
Pietreczko fehlt ein Sieg, Ricky Evans droht WM-Aus
Bitter aus deutscher Sicht: Ricardo Pietreczko erreichte bei der Players Championship 34 zwar das Achtelfinale, verlor trotz eines 105er-Averages gegen Luke Humphries und verpasste damit die Teilnahme an den Players Championship Finals. „Pikachu“ hätte nur einen Sieg mehr benötigt. Bei der WM-Generalprobe in Minehead gehen am 27. November vier Deutsche an den Start: Gabriel Clemens, Max Hopp, Niko Springer und Martin Schindler.
Ein Sieg mehr, und er wäre auch in Minehead dabei gewesen: Ricardo PietreczkoFür die WM ist Pietreczko, die deutsche Nummer drei, aber zum vierten Mal qualifiziert. Insgesamt könnte Schwarz-Rot-Gold mit neun bis 13 Teilnehmern ein Rekordaufgebot im Alexandra Palace stellen.
Zittern müssen hingegen einige andere große Namen: Dimitri van den Bergh, Ryan Meikle, Wesley Plaisier und Nick Kenny blieb die Qualifikation über die Pro-Tour-Rangliste verwehrt. Der neben Major-Sieger van den Bergh prominenteste Name im Feld der Gescheiterten ist Ricky Evans. Wie die anderen hat der Publikumsliebling aber am 30. November eine letzte Chance. Beim Tour Card Holder Qualifier werden noch vier Tickets vergeben.
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