Vor dem richtungsweisenden Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach deutet sich in der Verletztenmisere des Hamburger SV eine leichte Entspannung an. Die zuletzt fehlenden Abwehrspieler Nicolas Capaldo und Sebastiaan Bornauw sowie Stürmer Yussuf Poulsen absolvieren bereits Teile des Mannschaftstrainings, sagte HSV-Trainer Merlin Polzin vor dem Duell am Freitag (20.30 Uhr/Sky) gegen den Tabellenletzten der 2. Fußball-Bundesliga.

„Alle drei arbeiten mit unserer medizinischen Abteilung an einem Comeback für Freitagabend“, sagte der 35-Jährige. „Das könnte eine Punktlandung werden, aber eine finale Aussage zu ihrem Einsatz kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht getroffen werden.“

Lazarett lichtet sich

Capaldo hatte zuletzt wegen einer Zerrung pausiert, Bornauw hatte sich bei einem Kopftreffer im DFB-Pokalspiel im Zweikampf mit Eintracht Frankfurts Torwart Noah Atobolu Prellungen im Gesicht zugezogen. Poulsen laborierte an Hüftproblemen. Dagegen stehen Kapitän Nicolai Remberg (Kreuzbandriss) und Mittelfeldspieler Bilal Nadir (Sehnenriss) langfristig sowie Spielmacher Fabio Vieira (Muskelfaserriss) zumindest noch am Freitag nicht zur Verfügung.

Das Spiel gegen die Gladbacher ist ein Kellerduell. Der HSV ist vor dem neunten Spieltag auf den 15. Tabellenplatz (9 Punkte) gerutscht. Die Gladbacher sind nach einem völlig verkorksten Saisonstart mit sechs Niederlagen in sechs Spielen noch immer Tabellenletzter.

Polzin ordnet das Spiel ein

„Also, ein Endspiel ist das nicht“, sagte Polzin. „Ich halte eh nicht so viel von dieser Kategorisierung, was das Spiel jetzt jeweils ist, sondern es ist ein wichtiges Spiel für die Jungs, die aus Gladbach herkommen genauso wie für uns.“

Der Trend spricht aktuell für die Gladbacher. Unter ihrem neuen Trainer Alexander Blessin holten sie in der Bundesliga zuletzt mit dem 3:2 beim VfL Stuttgart und dem 0:0 gegen den SC Paderborn ihre ersten vier Zähler. Der HSV kassierte hingegen zwei Liga-Niederlagen beim SC Paderborn (0:1) und bei Eintracht Frankfurt (1:3) und musste das Pokal-Aus gegen die Frankfurter (1:3) im eigenen Volksparkstadion hinnehmen.

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