Kaum geschlafen, aber 6:0, 6:2 gewonnen—Zverev weiter in Bestform
Der künftige Weltranglistenerste Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Wien seinen Siegeszug fortgesetzt und nach einer Machtdemonstration das Halbfinale erreicht. In einer Neuauflage des Wimbledon-Halbfinals setzte sich der Deutsche gegen den Briten Arthur Fery mit 6:0, 6:2 durch. Nach nicht einmal einer Stunde nutzte er seinen ersten Matchball.„Ich habe mich etwas müde gefühlt, weil ich letzte Nacht nicht so viel geschlafen habe“, sagte Zverev mit einem Augenzwinkern. „Dennoch habe ich mich gut gefühlt. Alles hat funktioniert und ich hoffe, so geht es weiter.“ Schon Ende November könnten sich Zverev und Fery erneut gegenüberstehen, wenn Deutschland im Viertelfinale des Davis Cup auf Großbritannien trifft.
Im Kampf um das Finale in Wien, in dem Zverev es mit dem Spanier Carlos Alcaraz zu tun bekommen könnte, trifft der gebürtige Hamburger auf den Italiener Matteo Berrettini oder Alex de Minaur aus Australien. Mit seinem Viertelfinaleinzug am Donnerstag hatte sich Zverev den Sprung an die Spitze der Weltrangliste gesichert, die er ab Montag erstmals anführen wird. Als letzter deutscher Tennisspieler hatte Boris Becker vor gut 35 Jahren die Spitzenposition inne. Bei den Frauen schafften es nur Steffi Graf und Angelique Kerber auf den Thron.
Schnelldurchgang in 25 Minuten
Zverev schien im Viertelfinale von Wien trotz seiner Müdigkeit beflügelt von seinem baldigen Status als Weltranglistenerster. Er dominierte die Nummer 35 der Welt von Beginn an – egal, ob beim Aufschlag, von der Grundlinie oder am Netz. Nach nur 25 Minuten nutzte der zweimalige Grand-Slam-Sieger seinen ersten Satzball.
Die Zuschauer in der Wiener Stadthalle spendeten aufmunternden Beifall, warteten aber zunächst vergeblich auf einen Spielgewinn des Außenseiters. Erst nach 39 Minuten schaffte es der 24-Jährige mit einem Erfolgserlebnis auf die Anzeigetafel, als er sein Aufschlagspiel zum 0:6, 1:2 durchbrachte. Fery riss die Arme in die Luft. Viel mehr Gründe zum Jubeln gab es für den Briten nicht.
Kraftvoll: Alexander ZverevAuch Zverevs Landsmann Jan-Lennard Struff hatte beim parallel stattfindenden Turnier in Basel keine Mühe. Einen Tag nach seinem Überraschungssieg gegen Novak Djokovic zog der Warsteiner mit einem souveränen 6:2, 6:3 über den Portugiesen Nuno Borges ins Halbfinale ein. Dort trifft der 36-Jährige auf den Tschechen Jiri Lehecka.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke