„Das war ein Mordversuch“ – Co-Trainer bewusstlos getreten
Ein Kreisliga-Spiel in Dortmund ist in einer Schlägerei geendet. Bei der Partie in der Kreisliga B zwischen Westfalia Dortmund II und DJK BW Huckarde schlugen und traten rund 20 Personen aufeinander ein. Die Polizei sprach in einer Mitteilung von einer „tumultartigen Lage“ und fünf Verletzten.
Besonders schlimm erwischte es offenbar den Co-Trainer der Gäste, Martin Karmanski. Sein Bruder, Huckarde-Trainer Mark Karmanski, schilderte den „Ruhr Nachrichten“, dass sein Bruder und Assistent Martin durch einen Schlag ins Gesicht zu Boden gegangen sei. Dann sei seinem Bruder mit voller Wucht gegen den Kopf getreten worden, sodass er bewusstlos geworden sei. „Ich habe den Gedanken gehabt: Das war ein Mordversuch“, sagte Mark Karmanski. Martin Karmanski kam den Angaben zufolge ins Krankenhaus. Dort wurde ein Schädel-Hirn-Trauma diagnostiziert.
Auch Mark Karmanski habe einen Schlag abbekommen, sodass ihm die Brille aus dem Gesicht geflogen sei. Er sprach vom „schlimmsten Tag, den ich je im Fußball gesehen habe“.
Bei der Schilderung des Auslösers gehen die Darstellungen beider Seiten auseinander. Laut Huckardes Trainer habe ein Spieler von Westfalia Dortmund seinem Gegner nach einem Foul vor den Trainerbänken gegen den Brustkorb geschlagen. Daraufhin sei die Situation eskaliert. Er könne nicht ausschließen, dass seine Spieler ebenfalls mit Schlägen reagiert hätten.
Polizei ermittelt wegen Körperverletzung
Für Lars Kopka, Vorstandsmitglied bei Westfalia, liegt der Auslöser hingegen in dem aus seiner Sicht rüden und unnötigen Foul der Huckarder vor den Bänken. Auch er bestätigte, dass beide Seiten zugeschlagen hätten. Da sich die Vorfälle in der Schlussminute ereigneten, wurde das Spiel regulär beim Stand von 6:2 für Westfalia Dortmund abgepfiffen.
Die Polizei ermittelt nun wegen „wechselseitiger, zum Teil gefährlicher Körperverletzung“. Mark Karmanski erklärte den „Ruhr Nachrichten“, dass man gegen den Treter seines Bruders zudem privat vorgehen wolle.
Für Ärger sorgte auch eine Aktion von Westfalia Dortmund, nachdem sich die Situation etwas beruhigt hatte. Demnach habe die Mannschaft den Sieg vor einer LED-Wand, auf der das Ergebnis stand, gefeiert. Karmanski ordnete dies als pietätlos ein. Laut Westfalia-Vorstand Kopka habe seine Mannschaft ein Siegerfoto gemacht, er sprach von einem üblichen Ritual. Sollte sich davon jemand angegriffen fühlen, wolle er sich entschuldigen.
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