Adi Hütter hatte gerade eine Frage nach Nnamdi Collins beantwortet, da störte ihn eine weibliche Stimme. Um 23.18 Uhr tönte aus den Lautsprechern des Pressekonferenzraums von Eintracht Frankfurt ein Alarmsignal, danach die Ansage: „Verehrte Gäste, wegen einer technischen Störung bitten wir Sie, zu Ihrer Sicherheit das Gebäude zu verlassen.“

Der Eintracht-Trainer schaute erst verdutzt, dann schmunzelte er. Im Hintergrund schaute Vorstandssprecher Axel Hellmann ratlos. Nach einer knappen Minute beendete Pressesprecher Bartosz Niedzwiedzki die PK nach dem 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Köln und verabschiedete die Journalisten in den vorzeitigen Feierabend. Es wurden gerade mal vier Fragen gestellt. Die schrillen Töne inklusive der Ansagen in deutscher und englischer Sprache waren über mehrere Minuten in Dauerschleife zu hören.

Es waren noch einige tausend Zuschauer im Stadion, sowohl im VIP-Bereich als auch im Umlauf. Eigentlich wollten sie noch den Erfolg feiern, doch die Technik machte ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Vor dem Stadion sammelten sich die Fans, zehn Minuten später fuhren zwei Feuerwehr-Löschfahrzeuge mit Blaulicht an der Haupttribüne vor. Die Feuerwehrmänner stiegen aus und sprachen kurz mit Verantwortlichen. Unter den Zuschauern machten Gerüchte die Runde, einer der Aufzüge sei abgestürzt, doch das erwies sich als Falschmeldung – zum Glück.

Fehlalarm in der Sauna?

Die Leitstelle prüfte die Lage, um 23.34 Uhr zog die Feuerwehr wieder ab. Ein paar Minuten später fuhr der Kölner Mannschaftsbus aus der Stadion-Garage.

Der Grund für die Hektik: Es war ein Fehlalarm, der angeblich durch einen Defekt in der Sauna der Eintracht-Kabine ausgelöst wurde. Bestätigt wurde das nicht. Eine knappe Viertelstunde vor Mitternacht konnten die VIP-Anhänger wieder die Businessbereiche betreten – und nach einer kleinen Unterbrechung doch noch den Heimsieg feiern.

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