„Für Dummheit wenig Zeit“ – Klopp reagiert mit Plädoyer auf Rassismus gegen seine Spieler
Jürgen Klopp hat mit Abscheu auf rassistische und beleidigende Kommentare in den sozialen Netzwerken rund um das Spiel der Fußball-Nationalmannschaft gegen Griechenland (0:1) am vergangenen Sonntag reagiert.
Am Mittwochabend sprach ein Reporter Klopp auf Beiträge an, in denen es heiße, die Mannschaft sei „nicht deutsch genug“ oder „nicht weiß genug“. Dazu sagte der Bundestrainer in der Pressekonferenz vor dem nächsten Nations-League-Spiel am Donnerstag (20.45 Uhr/Liveticker WELT und ZDF) in München gegen Serbien zunächst, dass er das „nicht mitbekommen“ habe.
Jürgen Klopp auf der Pressekonferenz am MittwochabendDanach wurde Klopp deutlich. „Also, es gibt keinen Grund, sich über diese Menschen Gedanken zu machen. Meine Gedanken kriegen sie nicht. Ich habe im normalen Leben für Dummheit wenig Zeit – und für die sozialen Medien auch nicht“, sagte der 59-Jährige und fuhr fort: „Die große Crux unseres Lebens ist, dass jeder seine Meinung sagen darf. Das ist Wahnsinn, wenn so etwas da war.“
Die Sport-Umkleidekabine als Beispiel für die Welt
Die Gruppe, die er im Camp der Nationalmannschaft beisammen habe – darunter etliche Spieler mit Migrationshintergrund –, „könnte nicht großartiger in diesem Zusammenleben sein“, so der 59-Jährige.
„Die Welt dürfte sich ein Beispiel an einer Sport-Umkleidekabine nehmen“, sagte Klopp: „Da wird jeder aufgrund der richtigen Tatsachen respektiert und nicht aufgrund von falschen Meinungen diskreditiert. Punkt!“
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