Der World Grand Prix erlebte bereits zum Auftakt seine größtmögliche Überraschung. Darts-Superstar Luke Littler unterlag sensationell in Runde eins, verlor mit 1:2 Sätzen.

Der 19-Jährige war bei den für die Weltrangliste relevanten Majorturnieren der Professional Darts Corporation (PDC) zuvor in 24 Matches unbesiegt geblieben. Die letzte Niederlage datierte aus dem Oktober 2025. Damals war er im Achtelfinale der European Darts Championship gegen James Wade ausgeschieden.

Auf britischem Boden, wo nahezu alle wichtigen Events ausgetragen werden, dauerte seine Siegesserie sogar noch ein ganzes Stück länger. Im Finale der Players Championship Finals 2024 in Minehead unterlag er Luke Humphries. Anschließend konnte er auf großer Bühne 22 Monate nicht mehr bezwungen werden und gewann in Großbritannien sagenhafte 52 Spiele in Folge. Bis zum Montagabend.

Und erneut war es ein Landsmann und Namensvetter, der das Kunststück vollbrachte: Luke Woodhouse. Der 37-Jährige nutzte die ungewohnten Schwächen der Nummer eins der Welt. Nicht nur, dass Littler bei dem im Format Double-In/Double-Out ausgetragenen Turnier in Leicester Probleme offenbarte, den Einstieg in die Legs zu finden. Vor allem sein Scoring verblüffte mit zu vielen Aufnahmen ohne Triple. Stattdessen flogen die Pfeile immer wieder in die 5. Littler streute – und verlor nach gewonnenem ersten Satz verdient.

Im finalen dritten Durchgang gab er den Vorteil des Anwurfs gleich zu Beginn ab und verpasste gegen die Nummer 18 der Welt anschließend vier Möglichkeiten zum Re-Break – die Vorentscheidung. Ein 3:1, 2:3, 1:3 stand am Ende im Ergebnis. „Luke ist kein Roboter“, stellte Woodhouse anschließend fest: „Es wird Tage und Wochen und was auch immer geben, an denen er nicht ganz bei 100 Prozent ist. Aber hört mal, ich glaube, andere haben es bereits gesagt, und ich sage es noch einmal: Luke ist einzigartig.“

Van Gerwens Absturz setzt sich fort

Littlers Aus war allerdings nicht die einzige Überraschung in Leicester. Zuvor hatte Michael van Gerwen sein Erstrundenmatch gegen Ryan Joyce verloren. Der Niederländer sucht weiter seine Form und droht noch in dieser Woche erstmals seit 15 Jahren aus den Top 10 zu fallen. Aktuell würde er im prognostizierten Live-Ranking als Nummer 19 in die am 10. Dezember beginnende Darts-WM starten.

Auch aus deutscher Sicht blieb der mit 750.000 Pfund dotierte World Grand Prix erfolglos. Der einzige Teilnehmer Niko Springer verlor zum Auftakt gegen Danny Noppert.

World Grand Prix, Ergebnisse, 1. Runde

  • Danny Noppert (NED/8) – Niko Springer (D) 2:1 (3:0, 2:3, 3:0)
  • Ross Smith (ENG/13) – Cameron Menzies (SCO) 2:1 (0:3, 3:2, 3:0)
  • Nathan Aspinall (ENG/16) – Kevin Doets (NED) 2:1 (1:3, 3:2, 3:2)
  • Jonny Clayton (WAL/5) – Krzysztof Ratajski (POL) 2:1 (3:2, 2:3, 3:1)
  • Gerwyn Price (WAL/4) – Sebastian Bialecki (POL) 2:0 (3:0, 3:1)
  • Michael van Gerwen (NED/9) – Ryan Joyce (ENG) 1:2 (3:2, 1:3, 1:3)
  • Luke Littler (ENG/1) – Luke Woodhouse (ENG) 1:2 (3:1, 2:3, 1:3)
  • Wessel Nijman (NED/12) – Rob Cross (ENG) 2:0 (3:2, 3:1)

Dienstag

  • Chris Dobey (ENG/15) – Jermaine Wattimena (NED)
  • Ryan Searle (ENG/14) – William O’Connor (IRL)
  • Josh Rock (NIR/7) – Niels Zonneveld (NED)
  • James Wade (ENG/6) – Joe Cullen (ENG)
  • Gary Anderson (SCO/10) – Damon Heta (AUS)
  • Gian van Veen (NED/3) – Dirk van Duijvenbode (NED)
  • Luke Humphries (ENG/2) – Dave Chisnall (ENG)
  • Stephen Bunting (ENG/11) – Andrew Gilding (ENG)

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