„Eigenbrötler-Dasein“ – Was Hoeneß an Eberl störte
Es gab lange Zeit Zweifel an Max Eberl – es war nicht klar, ob der Rekordmeister den Vertrag mit seinem Sportvorstand verlängern wird. Das aber ist nun geschehen. Und Eberl, das ließ Ehrenpräsident Uli Hoeneß nun wissen, hat seinen Kontrakt auch deshalb verlängert bekommen, weil er sich „innerhalb des Vereins mehr geöffnet hat“.
Hoeneß schilderte am Rande eines Events anlässlich von 80 Jahren Basketball im Verein, warum Eberl zu Beginn seiner Zeit in München von den Bossen kritisch gesehen wurde. „Er hatte so ein bisschen ein Eigenbrötler-Dasein geführt, und das hat uns nicht gefallen.“
Das aber habe Eberl „grundlegend geändert“. Seit einem halben Jahr fühlten sich Hoeneß, dessen Aufsichtsratskollege Karl-Heinz Rummenigge und auch Präsident Herbert Hainer mehr im Bilde bei Entscheidungen von Eberl, wie der 74-Jährige sagte. „Karl-Heinz und ich und natürlich auch Herbert Hainer sind viel besser informiert worden, als es vorher der Fall war.“
Lob für Eberls Transferbilanz
Dass Eberl schon vor der WM Spieler wie Nathaniel Brown oder Ismael Saibari verpflichtete und nicht erst danach, wenn sie möglicherweise teurer wären, das lobte Hoeneß ausdrücklich. Zudem erinnerte der Erfolgsmanager wohlwollend daran, dass Eberl das vom Aufsichtsrat ausgegebene Budget von 50 Millionen Euro unter Verrechnung von Ein- und Verkäufen nicht ausschöpfen musste.
Hoeneß selbst hatte im Mai noch in einem „Spiegel“-Gespräch gesagt, dass es Zweifel gebe an einer Verlängerung des Vertrages von Eberl und die Chancen auf „60 zu 40“ beziffert. Im August dann preschte er vor und meinte vor Journalisten, dass Eberl seiner Ansicht nach hundertprozentig bleiben könne. Wenig später verlängerte der Verein dann Eberls Kontrakt bis 2029.
Wegen dieser Aussagen habe er selbst innerhalb des Vereins „genug Ärger“ bekommen, verriet Hoeneß darüber hinaus. Präsident Hainer nannte vor Journalisten übrigens einen Grund für Hoeneß' verbale Ausrutscher bezüglich Eberls Vertragsverlängerung: „Weil ihr ihn permanent danach gefragt habt.“
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