Der FSV Mainz 05 hat das erste Heimspiel der Saison des Hamburger SV gründlich vermasselt. Gegen den bedenklich schwachen HSV kamen die Rheinhessen zu einem beinahe mühelosen 5:0 (2:0). Sheraldo Becker (20. Minute), Phillipp Mwene (42.) nach starker Becker-Vorarbeit, zweimal Philip Tietz (48./83.) und Ransford Königsdörfer (90.+1) trafen für die Mainzer.

Nach dem 0:0 im ersten Saisonspiel gegen den SC Paderborn und dem Sieg in Hamburg ist der Start der Mannschaft des Schweizer Trainers Urs Fischer gelungen. Die Hamburger finden sich hingegen nach zwei Niederlagen in zwei Spielen mit null Punkten und null Toren vorerst am Tabellenende wieder.

Mainz feiert den ungefährdeten Sieg in Hamburg

Nach zehn Minuten erspielten sich die Gäste mehr und mehr ein Übergewicht und etliche Chancen – auch begünstigt durch haarsträubende Fehler von HSV-Spielern. Dabei erwies sich besonders Verteidiger Jordan Torunarigha als Unsicherheitsfaktor.

Vier Neue in der HSV-Startelf

Dem Spiel der Gastgeber war anzumerken, dass sie in der Formation noch nie zusammengespielt hatten. Auf vier Positionen hatte HSV-Cheftrainer Merlin Polzin seine Startelf im Vergleich zum 0:2 beim Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund umgestellt.

Die Mainzer nutzten die Schwächen der Hamburger geschickt aus, wirkten reifer und eingespielter. Nationalspieler Nadiem Amiri ordnete das Spiel seiner Mannschaft, Stürmer Becker war ein ständiger Unruheherd und hätte schon in der 10. und 18. Minute sein Team in Führung bringen können.

Das gelang ihm dann nach einem Abspielfehler von HSV-Kapitän Nicolai Remberg im Mittelfeld. Kaishu Sano schaltete am schnellsten, spielte auf Becker, der HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes keine Chance ließ.

In der Folgezeit wurde das Spiel der Hanseaten noch fahriger, die Mainzer hatten alles im Griff. Die fast logische Konsequenz: Nach tollem Zuspiel von Becker drückte Mwene den Ball zum 2:0 über die Linie.

Jubel, als Fabio Vieira das Spielfeld betritt

Zu Beginn der zweiten Halbzeit durften die HSV-Fans endlich jubeln. Polzin brachte neben Patson Daka und Shafiq Nandja die Heilsbringer-Hoffnung Fabio Vieira. Schon nach drei Minuten war die aufkommende Euphorie wieder erstickt, als der umtriebige Tietz für die Mainzer auf 3:0 stellte.

Die Gäste waren weiter tonangebend. Dem HSV fiel nichts ein. Selbst Vieira brachte nicht die erhofften Impulse. Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Hamburger ohne ernsthafte Torchance. Tietz und Königsdörffer machten mit dem 4:0 und 5:0 die HSV-Pleite perfekt.

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