Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat seinen Vertrag bei Red Bull bis 2030 verlängert. Das gaben der Niederländer und sein Team am Donnerstag bekannt. Die Bekanntgabe vor Verstappens Heim-Grand-Prix in den Niederlanden an diesem Wochenende beendet Spekulationen über einen möglichen Wechsel. Sie erfolgt trotz einer Saison, in der Red Bull nicht mit dem Tempo des führenden Teams Mercedes mithalten konnte.

„Ich habe es immer gesagt: Das Team ist für mich wie eine zweite Familie, und ich fühle mich hier sehr zu Hause. Ich bin hierhergekommen, in der Hoffnung, Rennen gewinnen zu können. Was wir anschließend gemeinsam erreicht haben, war einfach wunderschön. Wir haben viele unglaubliche Momente erlebt und vier Weltmeisterschaften gewonnen“, sagte Verstappen in einer Erklärung. „Diese Reise mit demselben Team fortzusetzen, bei dem ich meine gesamte Karriere verbracht habe, ist etwas ganz Besonderes und etwas, das ich schon immer wollte.“

Verstappen, der mit 28 Jahren bereits zu den größten Fahrern der Formel-1-Geschichte gezählt wird, hat in dieser Saison noch kein Rennen gewonnen. Der 71-malige Grand-Prix-Sieger hatte zuletzt in seinem Rookie-Jahr 2015 eine Saison ohne Sieg erlebt.

Max Verstappen im Red Bull beim Großen Preis von Mexiko am 26. Oktober 2025 in Mexiko-Stadt

Sein vorheriger Vertrag lief bis 2028, soll aber leistungsbezogene Klauseln enthalten haben, die ihm unter bestimmten Voraussetzungen einen vorzeitigen Abschied ermöglicht hätten. Das hatte die Spekulationen über einen möglichen Wechsel zusätzlich angeheizt.

Diskussion um Wechsel der Rennserie

Verstappen hatte zuletzt sogar infrage gestellt, ob er überhaupt in der Formel 1 bleiben wolle. Er sagte, er wünsche sich mehr Zeit mit seiner Familie. Zugleich wuchs seine Kritik an den Formel-1-Autos der Saison 2026 und deren starker Abhängigkeit von elektrischer Batterieleistung.

Red Bull förderte Verstappen bereits seit seiner Kindheit und brachte ihn 2015 im Alter von 17 Jahren über das damalige Schwesterteam Toro Rosso in die Formel 1. Damit wurde er zum jüngsten Fahrer in der Geschichte der Rennserie – ein Rekord, den er bis heute hält.

In den vergangenen Jahren hatte es jedoch auch Anzeichen für Spannungen gegeben. Mehrere wichtige Mitarbeiter verließen das Team, darunter der langjährige Teamchef Christian Horner im vergangenen Jahr sowie Stardesigner Adrian Newey.

Verstappen lobte am Donnerstag das „großartige“ Jahr unter dem neuen Teamchef Laurent Mekies, der nach Horners Entlassung übernommen hatte. Zudem sehe er eine „klare Vision“ für die Zukunft.

In dieser Saison hatte Verstappen zudem Sicherheitsbedenken geäußert. Zwei unterschiedliche Defekte am Heckflügel seines Red Bull hatten ihn bei hohem Tempo in Unfälle geschickt.

Gerüchte um Verstappen und McLaren

Zuletzt war Verstappen auch mit einem Wechsel zu McLaren in Verbindung gebracht worden, nachdem Berichte über ein Treffen seiner Vertreter mit der McLaren-Führung im Juni aufgetaucht waren. McLaren-Geschäftsführer Zak Brown erklärte jedoch, das Team habe keinen Platz für Verstappen und wolle an Lando Norris und Oscar Piastri festhalten.

Als möglicher Nachfolger Verstappens bei Red Bull war unter anderem Carlos Sainz Jr. gehandelt worden. Der Spanier unterschrieb am Mittwoch jedoch einen neuen Vertrag bei Williams.

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