Wehrlein krönt sich auf dramatische Weise zum Weltmeister
Er hat es geschafft – Pascal Wehrlein ist zum zweiten Mal Formel-E-Weltmeister. Wie auch 2024 hat sich der deutsche Porsche-Pilot im zweiten Rennen des „Double-Headers“ in London die Krone geholt.
Nach seinem Sieg am Samstag ging er als Gesamtführender in das Sonntagsrennen, fuhr dort zwar nur auf Platz 14 ins Ziel, doch sein größter Konkurrent Jake Dennis (Andretti) landete auf Platz 18. Jaguar-Pilot Mitch Evans, der als dritter Fahrer auch noch die Chance auf den Titel hatte, belegte Platz vier – das reichte für Wehrlein. In der Gesamtwertung liegt er am Ende mit 169 Punkten in Führung; Dennis wird mit 164 Zählern Vizemeister, dahinter landet Evans mit 160 Punkten.
Was für ein Drama in London – Rückblick auf das Rennen: Erst fährt Wehrlein souverän, doch dann wird es wild. Der 31-Jährige wird nach etwa 25 Runden von Jaguar-Pilot Antonio Felix da Costa blockiert. So kommt da Costas Jaguar-Teamkollege Mitch Evans vorbei. Kurze Zeit später das gleiche Spiel, da Costa drängt Wehrlein ab, mehrere Fahrer schießen an ihm vorbei. Wehrlein arbeitet sich wieder im Attackemodus stückweise nach vorn.
Dann der nächste Aufreger: Wehrlein dreht nur wenige Runden vor Schluss Joel Eriksson, Jake Dennis ist davon auch betroffen. Es ist ein Chaos-Rennen. Am Schluss wird Youngster Taylor Barnard (DS Penske) Sieger beim Sonntagsrennen in London. Und Porsche darf den Fahrertitel feiern.
Wehrlein über da Costa: „Ich merke mir sowas“
Wehrlein: „Erst mal vielen Dank an mein ganzes Team. Was wir dieses Wochenende gemacht haben, war herausragend. Wir haben abgeliefert, als wir mussten. Wir haben dem Druck standgehalten. Ich habe das Gefühl, wir werden unter Druck immer besser. Das war eines der unmöglichsten und unfairsten Dinge, die ich in meiner Karriere erlebt habe, wie er gefahren ist. Aber ich merke mir so was.“
Pascal Wehrlein in seinem PorscheEr erklärt: „Antonio hat 20 Runden versucht, mein Rennen zu ruinieren. Er hat mich ausgebremst, er hat immer wieder meine Bremsen getestet. Er wollte unbedingt verhindern, dass ich hier Weltmeister werde.“ Er schließt ab: „Jetzt ist die Zeit zu feiern. Ich möchte den Moment genießen.“
Anders als im vergangenen Jahr, als Nissan-Pilot Oliver Rowland schon beim vorletzten Stopp in Berlin den Sieg sicher gemacht hatte, war der Kampf um den Weltmeistertitel in dieser Saison eng wie nie. Zum Start des Rennwochenendes in London konnten rein rechnerisch noch neun Piloten Weltmeister werden. Das Rennergebnis am Samstag kristallisierte dann drei finale WM-Anwärter heraus.
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