Die Rückkehr des Olympiasiegers nach harten Jahren voller Schmerz und schwachen Würfen
Auch in all den Jahren der Schmerzen und Rückschläge hat der für viele fast schon vergessene Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler an eine Rückkehr in die Weltspitze immer geglaubt. „Ich hätte die Hoffnung nicht gehabt, hätte ich den langen Prozess nicht durchgestanden“, sagte Röhler der Deutschen Presse-Agentur vor den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham.
Nach Jahren in der Versenkung hat der Olympiasieger von 2016 in Rio de Janeiro in diesem Jahr mit einer Saisonbestleistung von 83,33 Metern zumindest wieder den Anschluss an die europäische Spitze geschafft. Am Donnerstagnachmittag ist er nun bei der EM in der Qualifikation gefordert und will den Einzug ins Finale am Samstagabend schaffen. „Da geht was“, betonte Röhler, der erstmals seit vier Jahren wieder bei einer großen Meisterschaft dabei ist.
Zu den Favoriten im Medaillenkampf zählt er zwar nicht. Bei der EM sei dennoch vieles offen, kündigte Röhler an. Schon das Erreichen des Endkampfs wäre für ihn zumindest ein kleiner Erfolg. Denn Röhler, der vor zehn Jahren bei seinem Olympia-Coup den sportlichen Gipfel erklommen hatte, hat eine lange Leidenszeit hinter sich.
2017 warf er persönliche Bestleistung
Vor allem wegen Rückenbeschwerden war der Europameister von 2018 in Berlin über Jahre nicht konkurrenzfähig, quälte sich auf Weiten um die 75 Meter. Der Anspruch war eigentlich ein anderer. Doch trotzdem tat sich der Thüringer, dessen persönliche Bestleistung bei 93,90 Metern aus dem Jahr 2017 liegt, die Strapazen so lange an.
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Er liebe „wie Tausende Menschen da draußen“ einfach den Sport, „weil Sport cool ist, weil ich die Herausforderung mag“, äußerte Röhler. „Der Anspruch geht nie verloren, die Machbarkeit, die ändert sich nur.“
Ziel ist Los Angeles in zwei Jahren
Auch mental habe er eine schwierige Zeit durchlebt. „Du hast diese Helden, die siehst du im Fernsehen, mittlerweile auf Instagram. Du kannst den Leuten folgen, verstehst ein bisschen mehr über den Sportler. Du siehst aber im Endeffekt Ergebnislisten und ganz, ganz kleine Ausschnitte.“
Aktuell ist der gebürtige Jenaer wieder schmerzfrei. Das soll auch so bleiben. „Mir geht's gut! Toi, toi, toi! Das Schöne ist, ich bin zurück bei technischen Problemen und nicht mehr bei körperlichen Problemen“, sagte Röhler, der als großes Ziel die Teilnahme an Olympia in zwei Jahren in Los Angeles hat.
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