Wie bei der WM – Hummel holt EM-Silber mit dem Hammer
Mit Silber hat Hammerwerfer Merlin Hummel dem deutschen Team die dritte Medaille bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham beschert. Der WM-Zweite warf am zweiten Tag der Titelkämpfe 81,30 Meter weit und gewann damit seine nächste internationale Plakette. Der erste internationale Titel seiner Karriere war für den 24-Jährigen von Eintracht Frankfurt allerdings nicht in Reichweite.
Gold ging an den Olympia-Zweiten Bence Halasz mit überragenden 84,25 Metern, Bronze sicherte sich der Ukrainer Mychaylo Kochan mit 79,49 Metern. Hummel holte die erste EM-Medaille eines deutschen Hammerwerfers seit 2006, als Markus Esser im schwedischen Göteborg Bronze bejubelte. Sein Vereinskollege Sören Klose belegte mit 78,13 Metern den guten sechsten Platz. Der polnische Titelverteidiger Wojciech Nowicki hatte die Qualifikation nicht überstanden.
Dort hatte sich Hummel am Montag schwergetan und mit für ihn schwachen 75,49 Metern lediglich den zehnten Rang belegt. Im Finale der besten zwölf Werfer begann er fokussierter und trat bei sommerlichen Temperaturen am Abend auch nicht mehr in einem Trainingsanzug an.
Mit dem ersten Wurf auf 79,08 Meter startete der 24-Jährige gut, doch dann folgten zwei Würfe in das Netz des Wurfkäfigs. Zwischendurch hatte Hummel im Schneidersitz noch eine Konzentrationsübung absolviert. Das zahlte sich schließlich im fünften Durchgang aus, als der Tüftler endlich sein Potenzial abrufen konnte und sich auf den Silber-Rang katapultierte. Halasz, der lange mit 81,84 Metern vorn lag, setzte dem Wettbewerb dann mit seinem Siegeswurf die Krone auf.
Sturz-Drama um deutsche Hürdensprinterin
Die deutsche Hürdensprinterin Franziska Schuster stürzte hingegen im Halbfinale der Europameisterschaften. Die 24-Jährige blieb über die 100 Meter an der siebten Hürde mit ihrem rechten Bein hängen und fiel hart auf die Bahn. Schuster konnte aber schnell wieder aufstehen und kam offenbar ohne schwere Verletzung davon.
Im Pech: Franziska Schuster„Soweit ist es okay, glaube ich. Also ich denke, morgen wird alles wehtun. Ich bin halt mit meinem Fuß weggeknickt und bin auch auf meine Nase gefallen.“ Es sei ihr allererster Sturz gewesen, betonte die deutsche Meisterin. Sie müsse „alles erst einmal sacken lassen“.
Schuster verpasste den Endlauf der besten acht Athletinnen damit wie auch ihre Teamkolleginnen Rosina Schneider und Lia Flotow. Schneider wurde in 12,96 Sekunden Gesamtzehnte, Flotow belegte im Halbfinale mit einer Zeit von 13,02 Sekunden Rang zwölf.
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