Wie sehr krempelt Jürgen Klopp die Nationalmannschaft um? Gibt es sogar direkt den großen Generationswechsel? Bei seiner Vorstellung vergangene Woche hatte der Neu-Bundestrainer verkündet: „Es werden Spieler Möglichkeiten bekommen, die noch gar nicht damit rechnen. Weil ich gerne mutig sein werde. Das war ich schon immer und werde ich auch bleiben. Ich habe mir 57 Feldspieler angeguckt.“

Hier sind 57 Feldspieler, die jetzt für Klopp infrage kommen, Torhüter vorerst noch ausgeklammert. Auf der geheimen Liste des 59-Jährigen stehen natürlich viele WM-Fahrer, die auch weiterhin den Kern bilden werden, wie Tah, Schlotterbeck, Brown, Kimmich, Pavlovic, Musiala, Wirtz, Havertz. Aber eben auch viele spannende Talente, die beim großen Klopp-Umbruch jetzt ihre Chance bekommen könnten.

Rechtsverteidiger

1. Ridle Baku (28/Leipzig/8 Länderspiele)

Während der WM-Quali gehörte er noch zum DFB-Team, doch im Jahr 2026 fehlte der Leipziger dann als Kimmich-Backup. Da der Kapitän in Zukunft vermutlich wieder als Sechser auflaufen wird, ist der Kampf um die Rechtsverteidigerposition so offen wie lange nicht.

2. Benjamin Henrichs (29/Leipzig/19)

Träumte nach seiner schweren Verletzung und fehlender Spielzeit von der WM-Teilnahme, doch Nagelsmann verzichtete – anders als bei der EM 2024 – auch auf ihn. Kämpft in Leipzig mit Baku um die Rechtsverteidiger-Position und damit auch um die Chance unter Klopp.

3. Philipp Treu (25/Freiburg/0)

Philipp Treu überzeugte in seiner ersten Saison beim SC Freiburg auf dieser Position und zog mit dem SC bis ins Finale der Europa League ein.

4. Josha Vagnoman (25/Stuttgart/2)

Im März testete Nagelsmann den Stuttgarter gegen Ghana (2:1). Doch dort konnte er nicht viel Werbung in eigener Sache machen. Er verschuldete das Gegentor mit und verpasste somit auch die WM.

5. Rafael Pinto Pedrosa (18/Karlsruhe/0)

Gilt als großes Talent und Hoffnung für die Zukunft. Stand zuletzt mit der U19 im EM-Finale (0:2) und überzeugte im Turnier auf rechts hinten. Spielt jedoch in der 2. Liga.

Rafael Pinto Pedrosa bei einem Fotoshooting für die U19-WM im Juni

6. Elias Baum (20/Frankfurt/0)

Galt nach der U21-EM 2025 als Hoffnungsträger für die seit Jahren zur Problemposition gewordene Stelle. Doch er enttäuschte in seiner ersten Profisaison bei der Eintracht. Unter Neu-Trainer Adi Hütter steht Baum hoch im Kurs. Überzeugt er mit Eintracht in der Bundesliga, könnte der Klopp-Anruf schnell kommen.

Innenverteidiger

7. Jonathan Tah (30/Bayern/51)

Während der WM war der Bayern-Verteidiger unser Abwehr-Boss. Er ging voran und übernahm Verantwortung – auch wenn er den entscheidenden Elfer gegen Paraguay vergab. Auch unter Klopp gehört Tah zu dem Gerüst der Führungsspieler.

8. Nico Schlotterbeck (26/BVB/29)

Bis zu seiner Verletzung im Spiel gegen die Elfenbeinküste ebenfalls einer der WM-Anführer. Mit seinem linken Fuß ist er in der Spieleröffnung einer der besten Innenverteidiger der Welt. Wenn er wieder fit ist, dürfte auch er unter Klopp eine große Rolle spielen.

9. Antonio Rüdiger (32/Real/33)

Nach Informationen der „Sport Bild“ hatte der Innenverteidiger von Real Madrid nach seinem 86. Länderspiel intern beim DFB einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft angedeutet. Inzwischen soll sich der Abwehrchef wieder alle Optionen offenhalten – und ein Verbleib unter Klopp ist offenbar wieder denkbar.

10. Malick Thiaw (24/Newcastle/7)

In der Premier League ist Thiaw bei Newcastle unumstrittener Stammspieler. Er spielt, er kämpft. In der Nationalelf war er zuletzt nur Ergänzungsspieler. Er wurde bei zwei WM-Spielen eingewechselt.

11. Waldemar Anton (30/BVB/15)

Kam bei der WM als Einwechselspieler zu zwei Einsätzen. Beim Aus gegen Paraguay musste er als Rechtsverteidiger ran, als Kimmich ins Mittelfeld rückte. War unter Julian Nagelsmann immer ein Kaderspieler. Ob er das unter Klopp auch bleibt?

12. Yann-Aurel Bisseck (25/Inter Mailand/1)

Mit Inter gewann der gebürtige Kölner die Meisterschaft und die Coppa Italia – das erste Double im italienischen Fußball seit 2018. Stammspieler bei Inter Mailand. Doch für die WM kam Bisseck nicht infrage. Er hatte am 23. März 2025 gegen Italien sein Debüt für die deutsche Nationalmannschaft gegeben. Beim 3:3 im Rückspiel stand er erstmals im DFB-Trikot auf dem Platz. Bis heute blieb es sein einziges Länderspiel.

13. Fin Jeltsch (20/Stuttgart/0)

2023 gewann der Abwehrspieler mit Deutschland sowohl die U17-Europa- als auch die Weltmeisterschaft, im Sommer 2025 folgte der DFB-Pokal mit dem VfB. Schon etliche Top-Klubs sollen an ihm dran sein.

Jeltsch bietet alles, was ein moderner Verteidiger haben muss: Konsequenz, physisch stark in den Zweikämpfen und stark am Ball. Regelmäßig stößt er in die gegnerische Hälfte vor

14. Karim Coulibaly (19/Bremen/0)

Werders Top-Innenverteidiger Coulibaly (19), der ziemlich sicher bald für eine hohe Millionensumme nach England wechseln wird. Mittel- und langfristig trauen Experten im Verband Karim Coulibaly von Werder Bremen den Sprung in die Nationalelf zu.

15. David Odogu (20/AC Mailand/0)

Der U17-Weltmeister David Odogu (20), der beim AC Mailand in die Startelf rutschen könnte. Und sich so bei einem Mega-Klub in Europa in Klopps Notizbuch spielen könnte.

16. Nnamdi Collins (22/Frankfurt/1)

Der Frankfurter durfte im vergangenen Jahr zum ersten Mal für die DFB-Elf auflaufen. Doch beim 0:2 gegen die Slowakei lief gar nichts zusammen. Besonders Collins fiel so stark ab, dass Ex-Nationaltrainer Julian Nagelsmann (39) ihn zur Pause auswechselte. Nagelsmann entschuldigte sich im Anschluss bei ihm, nominierte ihn aber nie wieder. Bekommt er eine neue DFB-Chance unter Klopp?

Linksverteidiger

17. Nathaniel Brown (23/Bayern/8)

Der Bayern-Neuzugang war bei der verkorksten WM einer der DFB-Durchstarter. Jetzt will er auch in München durchstarten und den nächsten Schritt gehen.

18. David Raum (28/Leipzig/39)

Gehört seit Jahren zum Kreis der Nationalmannschaft und bringt die meiste Erfahrung unter den Linksverteidigern mit. Hat seinen Stammplatz aber inzwischen an Brown verloren. Bei der WM kam er in zwei Spielen zum Einsatz.

19. Maximilian Mittelstädt (29/Stuttgart/15)

Gehörte zum erfolgreichen DFB-Team bei der Heim-EM. Beim VfB spielte er vergangene Saison eine starke Rückrunde, wurde aber von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die WM in Amerika nominiert. Unter Klopp will er sich wieder in den DFB-Fokus spielen.

20. Tom Rothe (21/Union/0)

Stand mit der deutschen U21 bei der EM 2025 im Finale und steuerte auf dem Weg dorthin ein Tor bei. Hat bei Union eine holprige Saison hinter sich, verlor zwischenzeitlich sogar seinen Stammplatz.

Defensives Mittelfeld

21. Joshua Kimmich (31/Bayern/114)

Offen ist, welche Rolle Kimmich künftig einnehmen wird. Bislang hat Klopp weder bestätigt, dass der Bayern-Profi Kapitän bleibt, noch verraten, ob er ihn im zentralen Mittelfeld oder auf der Rechtsverteidigerposition einplant. Nach SPORT BILD-Informationen hat Kimmich Verständnis dafür, dass sich der neue Bundestrainer zunächst alle Möglichkeiten offenhalten möchte. Als unumstrittener Leader gehört er jedoch wie beim FC Bayern ins Mittelfeld.

22. Angelo Stiller (25/Stuttgart/9)

Kam weniger bei der WM zum Einsatz. Der 25-Jährige ist künftig wohl eine Alternative im Mittelfeld.

23. Aleks Pavlovic (22/Bayern/15)

Pavlovic hat sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Bei diesem Turnier begann er stark, ließ dann aber immer mehr nach. Er ist 22, bei der EM in zwei Jahren in Großbritannien könnte er im zentralen Mittelfeld eine wichtige Rolle spielen.

Seit Wochen war es nur noch Formsache: Jürgen Klopp ist neuer Trainer der deutschen Nationalmannschaft – und stellt sich auf der DFB-Pressekonferenz den Fragen der Journalisten.

24. Tom Bischof (21/FC Bayern/0)

Aktuell Kapitän der U21-Nationalmannschaft. Einige Experten hatten schon vor der WM mit ihm im DFB-Kader gerechnet. Spielt er bei Bayern weiter so wie in seiner ersten Saison, erhält er sicher seine Chance unter Klopp.

25. Noël Aseko (20/Frankfurt/0)

Er bringt Tempo, Zweikämpfe und die Mentalität eines Straßenfußballers mit, aber muss das nach seinem Wechsel von Hannover (war dorthin ausgeliehen von Bayern) nach Frankfurt zeigen, dass er Bundesliga kann.

26. Anton Stach (27/Leeds/3)

Im März kam Stach zu einem Kurzeinsatz – es war sein drittes Länderspiel. Die ersten beiden Partien hatte er noch unter Hansi Flick absolviert. Danach spielte er im DFB-Team keine Rolle mehr. Bei Leeds ist er im zentralen Mittelfeld Stammspieler (28 Spiele, 26 in der Startelf). Macht er sein viertes Länderspiel dann schon unter dem dritten Bundestrainer?

27. Kennet Eichhorn (17/Leverkusen/0)

Das deutsche Wunderkind! Spannend: Wie entwickelt sich Eichhorn nach seinem Wechsel nach Leverkusen? Wie schnell nominiert ihn Klopp?

Zentrales Mittelfeld

28. Leon Goretzka (31/vereinslos/73)

Fiel in der Nationalmannschaft zuletzt eher abseits des Platzes auf. Nach Informationen der „Sport Bild“ soll er sich bei der WM enorm vom Team abgekapselt, viel Zeit alleine verbracht und häufig schlechte Laune gehabt haben. Wird wohl nur bei einem Top-Klub noch eine Option für die Nationalmannschaft sein.

29. Felix Nmecha (25/BVB/12)

Für ihn gilt dasselbe wie für Stiller, der ebenfalls abbaute, jedoch auch seine Stärken zeigte. Er muss sich in der Nationalelf zum Teil neu beweisen.

30. Nadiem Amiri (29/Mainz/13)

Wurde bei der WM zweimal eingewechselt und zeigte dabei, dass er Joker-Qualitäten hat. Gegen die Elfenbeinküste lieferte er eine Spitzenleistung und bereitete den Treffer zum 1:1 vor. Wird weiterhin wohl eine Alternative für die Offensive Zentrale sein.

31. Rocco Reitz (24/Leipzig/0)

Seinen Transfer nach Leipzig, der schon im März verkündet worden war, hatte Klopp in seiner Funktion als „Head of Global Soccer“ mit eingefädelt. Klopp und die sportliche Führung in Leipzig schätzen Reitz' enorme Laufstärke, seine Sprintfreudigkeit und seine Zweikampfstärke.

Leipzigs neuer Spieler Rocco Reitz

32. Caspar Jander (23/Southampton/0)

Wäre definitiv eine Überraschung! Er spielt aktuell beim englischen Zweitligisten FC Southampton, steht aber beim VfB Stuttgart auf dem Wunschzettel. Dort könnte er sich erstmals in der Bundesliga beweisen. Bisher kam er dreimal für die U21-Nationalmannschaft zum Einsatz.

Offensives Mittelfeld

33. Florian Wirtz (23/Liverpool/45)

Der Liverpool-Star enttäuschte bei diesem Turnier. Auch weil er nicht auf seiner Lieblingsposition, der 10, spielen konnte. Auf der linken Außenbahn fand er nicht in seine Topform. Spannend, wo ihn Klopp sieht. Das Zeug zum Megastar in diesem Team hat er allemal.

34. Jamal Musiala (23/Bayern/46)

Es sollte seine WM werden. Doch seine beste Turnierleistung zeigte er ausgerechnet erst beim Ausscheiden gegen Paraguay, als er als Joker in die Partie kam. Auch unter Jürgen Klopp wird der Spielmacher als einer der Stars der Mannschaft vorangehen.

35. Assan Ouedraogo (20/Leipzig/1)

Als einziger Spieler des 26er-Kaders kam er bei der WM nicht zum Einsatz. Das ändert aber nichts an seinen Qualitäten. Mit 19 Jahren und 192 Tagen war er im November 2025 der jüngste deutsche Debüttorschütze seit mehr als 70 Jahren. Er wird mit großer Sicherheit auch in Zukunft zum DFB-Kader gehören.

36. Brajan Gruda (22/Leipzig/0)

Gruda wird seit Jahren als künftiger Nationalspieler gehandelt. Bislang reichte es allerdings nur für Einsätze in der U21.

37. Paul Nebel (23/Mainz/0)

Bei der U21-EM 2025 war er der beste deutsche Final-Spieler. Nagelsmann nominierte ihn im September 2025 erstmals. Zum Einsatz kam Nebel damals aber noch nicht. Nominiert ihn Klopp nicht, könnte Nebel auch für Irland auflaufen. Seine Oma ist Irin.

38. Wael Mohya (17/Gladbach/0)

Beim DFB halten sie sehr viel von Wael Mohya. Der 17-Jährige von Borussia Mönchengladbach könnte auch für Marokko spielen. Er soll ein Gesicht seines Klubs werden. Sein Marktwert wird bereits auf rund 17 Millionen Euro geschätzt.

Mohya (links) vergangenen Dezember im Duell gegen BVB-Spieler Yan Couto

39. Merlin Röhl (24/Everton/0)

Ebenfalls einer der U21-Vize-Europameister von 2025. In der Premier League bei Everton geht er seit Sommer 2025 die nächsten Schritte. Er kann im Zentrum von offensiv bis defensiv alles spielen.

40. Mert Kömür (21/Augsburg/0)

Er wäre eine echte Überraschung. Gehört zur aktuellen U21-Mannschaft und lieferte dort bisher zwei Assists in sechs Spielen. Klopp ist bekannt für überraschende Entscheidungen. Nominiert er auch Kömür?

Rechtsaußen

41. Jamie Leweling (25/Stuttgart/6)

Hatte bei der WM nur einen Kurzeinsatz gegen die Elfenbeinküste (2:1). Im Mallorca-Urlaub gab er schon wieder Vollgas für die neue Saison, um topfit mit dem VfB ins Trainingslager am Chiemsee zu starten – und sich dann auch wieder für Klopp zu empfehlen.

42. Leroy Sané (30/Galatasaray/80)

Seine DFB-Zukunft ist unklar. Aktuell ist offen, ob er beim Neustart unter Bundestrainer Jürgen Klopp eine Rolle spielen wird. Bei der WM war er noch gesetzt, stand in allen vier Partien in der Startelf. Sané vergab viele Chancen, arbeitete aber auch viel nach hinten.

43. Lennart Karl (18/FC Bayern/3)

Vor seiner Verletzung war er der DFB-Shootingstar, hatte seinen WM-Stammplatz so gut wie sicher, trotz seiner erst drei Länderspiele. Karl befindet sich aktuell noch im Aufbautraining. Wenn er wieder fit ist, wird er aber wohl sicher auch bei Klopp an die Tür klopfen.

44. Karim Adeyemi (24/Barcelona/11)

Der Neu-Barca-Profi hofft auf ein Comeback. Zuletzt wurde er im November 2025 für die Nationalmannschaft nominiert. Unter Ex-Bundestrainer Hansi Flick will er sich jetzt beim FC Barcelona für eine neue Chance im DFB-Team empfehlen.

45. Montrell Culbreath (18/Leverkusen/0)

War bei Leverkusen DIE Entdeckung der letzten Saison. Das Toptalent entwickelte sich schnell, durfte schon in der Bundesliga, Champions League und dem DFB-Pokal ran. Zuletzt schaffte er es mit der U19-Nationalmannschaft bis ins EM-Finale, war beim Turnier der größte Star im deutschen Kader.

Linksaußen

46. Kevin Schade (24/Brentford/5)

Einer der vielen Kritikpunkte an Nagelsmann: Er nominierte Kevin Schade (24) nicht für die WM und schaute sich offenbar kein Spiel des Stürmers vom FC Brentford vor Ort an. Der Stürmer könnte künftig wieder nominiert werden, er kommt bislang auf fünf Länderspiele.

47. Said El Mala (19/Köln/0)

Bei der Nominierung des 26-Mann-Kaders für die WM verzichtete Nagelsmann auf El Mala und musste dafür viel Kritik einstecken. Wenn El Mala an die letzte Saison (13 Tore) anknüpfen kann, dürfte er wieder regelmäßig zum DFB-Kader gehören.

48. Derry Scherhant (23/Freiburg/0)

Der Offensivspieler entwickelte sich in der vergangenen Saison beim SC Freiburg zu einem der wichtigsten Leistungsträger. Wenn er jetzt den nächsten Schritt gehen kann, kann er mit seinem Tempo bei Klopp auch für Begeisterung sorgen.

Scherhant sagte jüngst im Interview: „England hat mich immer fasziniert. Deshalb wäre das grundsätzlich die Liga, die mich reizt“

49. Chris Führich (28/Stuttgart/9)

Seine WM-Nichtnominierung gehörte für Ex-Bundestrainer Nagelsmann „zu den absoluten Härtefällen“. Der Stuttgarter überzeugt ebenfalls mit seinem Tempo, seinen Dribblings und mit 16 Scorerpunkten (7 Tore/9 Assists).

Sturm

50. Deniz Undav (30/Stuttgart/13)

Um keinen Spieler gab es bei der WM so viele Diskussionen. Viele Fans und Experten forderten den Stürmer von Beginn an in der Startelf. Als Joker traf der VfB-Star wie am Fließband, bei unserem peinlichen Sechzehntelfinal-Aus gegen Paraguay durfte er dann von Beginn an ran und blieb blass. Spannend, wie Klopp in Zukunft mit ihm plant. Als Fan-Liebling aber aktuell kaum aus der Mannschaft wegzudenken.

51. Kai Havertz (27/Arsenal/63)

Havertz bleibt weiter wichtig für die künftige Nationalelf. Ob er bei Klopp weiterhin im Sturmzentrum aufläuft oder dann auch eine Option in der offensiven Dreierreihe werden wird, bleibt abzuwarten. Er gehört aber zu den Führungsspielern dieses Teams.

52. Nick Woltemade (24/Newcastle/12)

Kam bei der WM erst gegen Paraguay zu seinem ersten Einsatz – als Einwechselspieler. Er hatte Deutschland mit seinen Toren in der Qualifikation zum Turnier geschossen. Mit 24 Jahren und seinen Qualitäten hat er eine Zukunft in der Mannschaft.

53. Maximilian Beier (23/BVB/10)

Bei der WM nur Ergänzungsspieler. Für den schnellen Dortmunder sprechen seine Vielseitigkeit und sein Tempo. Vor allem, weil Klopp auf Tempofußball setzen will.

54. Nicolo Tresoldi (21/Brügge/0)

Am Ende der abgelaufenen Saison konnte er bei Brügge 23 Tore und neun Vorlagen in 58 Spielen für sich verbuchen. Der Stürmer arbeitet viel gegen den Ball, läuft konsequent an und sucht häufig den Abschluss. Genau diese Mentalität passt zu Klopps Fußball.

55. Tim Kleindienst (30/Gladbach/6)

Vor seiner schweren Verletzung (Knie) war er im Nationalteam im Sturm gesetzt. Doch wegen der fehlenden Spielpraxis und des späten Comebacks am letzten Bundesliga-Spieltag verpasste er die WM. Jetzt möchte er unter Klopp wieder durchstarten.

56. Johnny Burkardt (26/Frankfurt/5)

Auch er verpasste die WM. Nagelsmann nominierte den Frankfurter trotz 13 Bundesliga-Treffern nicht. Auch er hofft auf einen Neustart.

57. Dzenan Pejcinovic (21/Wolfsburg/0)

Pejcinovic überzeugte in der letzten Saison mit zwölf Toren in 34 Spielen für den VfL Wolfsburg. Das Interesse des VfB Stuttgart, zeugt von seiner Qualität. Für die Nationalmannschaft braucht es allerdings regelmäßige Einsätze.

Dzenan Pejcinovic hat laut des Fachportals transfermarkt.de einen Marktwert von 15 Millionen Euro

In rund sechs Wochen wird Klopp seinen ersten Kader nominieren. Aufgrund der besonders langen Länderspielpause mit erstmals vier Spielen am Stück (ab 24.9. Niederlande, zweimal Griechenland, Serbien) können sich sogar mehr Spieler als gewöhnlich Hoffnungen machen, da Klopp viel probieren will und kaum ein Spieler alle vier Partien machen soll.

Klar ist: Die Tür ist jetzt für alle jungen deutschen Talente weit auf. Klopp: „Jeder, der berechtigt ist, für das Nationalteam zu spielen, sollte sich anstrengen – denn ich werde gucken.“

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