Der deutsche Radprofi Florian Lipowitz kann die Tour de France nicht mehr fortsetzen. Der Vorjahres-Dritte ist beim Einzelzeitfahren über 26,1 Kilometer von Evian-les-Bains nach Thonon-les-Bains schwer gestürzt und musste das Rennen verletzt aufgeben.

Die 16. Etappe gewann sein Co-Kapitän bei Red Bull, Remco Evenepoel. Der 26-jährige Belgier deklassierte die Konkurrenz in seiner Paradedisziplin und hatte im Ziel 28 Sekunden Vorsprung auf Tadej Pogacar. In der Gesamtwertung liegt der Slowene weiter an der Spitze – mit einem Abstand von 4:32 Minuten vor Evenepoel. Dritter ist der Mexikaner Isaac del Toro 6:51 Minuten hinter Pogacar.

Wie kam es zu Lipowitz’ Sturz? Der 25-Jährige wurde in einer Rechtskurve weit nach außen getragen, rutschte weg und knallte mit der Schulter auf den Bordstein. Er konnte nicht mehr selbst aufstehen, musste auf einer Trage in den Krankenwagen gebracht werden. „Es ist ein bittersüßer Sieg. Ich habe gehört, dass Florian gestürzt ist. Das tut mir sehr leid. Ich hoffe, es geht ihm bald wieder besser“, sagte Evenepoel. Es ist nach dem Sturz des bis dahin Gesamtzweiten Jonas Vingegaard am Sonntag das zweite Aus eines Top-Fahrers bei dieser Tour.

Gewinnt am Mittwoch wieder ein Sprinter?

Nach drei Etappen, bei denen besonders die Favoriten um die Gesamtwertung im Mittelpunkt standen, könnten am Mittwoch möglicherweise noch einmal die Sprinter im Fokus stehen. Auf den größtenteils flachen 174,7 Kilometern zwischen Chambery und Voiron stehen zwar erst einige leichte Anstiege an, aber zum Ende hin könnte es zu einem letzten Massensprint kommen – vielleicht jubelt aber auch ein Ausreißer.

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