Die spanische Fußball-Nationalmannschaft hat nach der Europameisterschaft vor zwei Jahren nun auch die Weltmeisterschaft gewonnen. In einem über weite Strecken langatmigen Finale gewann das Team von Trainer Luis de la Fuente gegen Argentinien um den blassen Lionel Messi 1:0 nach Verlängerung.

Es war ein verdienter Sieg, da Argentinien niemals den Versuch unternahm, das Spiel zu gewinnen. Nach 90 Minuten stand für den Titelverteidiger nicht ein Torschuss zu Buche. Stattdessen gab es eine Gelb-Rote Karte für Enzo Fernández, der an der Mittellinie zu spät kam und seinen Gegner mit gestrecktem Fuß traf (90.+3). Die erste Verwarnung hatte er vom slowenischen Schiedsrichter Slavko Vincic wegen Reklamierens gesehen.

Zu zehnt hielt das argentinische Bollwerk nicht mehr stand. Ferran Torres traf zur Entscheidung (106.). Nach wunderbarer Kopfballvorlage von Nico Williams schoss der eingewechselte Stürmer den Ball aus sechs Metern wuchtig ins Netz.

„Ich denke, dass wir durch dieses Tor endlich erlöst wurden“, sagte Torres. „Gegen Messi bist du immer nervös, aber wir haben immer an uns geglaubt.“ Aus den Boxen dröhnte in den Minuten nach dem Abpfiff vor 80.663 Zuschauern – darunter US-Präsident Donald Trump und Fifa-Boss Gianni Infantino – der Party-Klassiker Eviva España. „Ich bin stolz, stolz auf diese Mannschaft und auf diese Generation, die sich mit dieser Spielidee durchgesetzt hat“, sagte de la Fuente.

Argentiniens erster Torschuss in der 120. Minute

Die Argentinier hätten als drittes Team nach Italien (1934, 1938) und Brasilien (1958, 1962) den WM-Titel erfolgreich verteidigen können. Stattdessen wurde der Champion von 2022 entthront. Messi, der achtmalige Weltfußballer, war im Endspiel kaum zu sehen, in der Verlängerung senkte sich eine Flanke von ihm auf das Tornetz.

Generell enttäuschte Argentiniens Offensive komplett und blieb über die ersten 110 Minuten vollkommen wirkungslos. Der erste Torschuss gelang in der 120. Minute, nachdem die Mannschaft alle Defensivarbeit aufgegeben hatte und nun verzweifelt auf das 1:1 spielte.

Die Spanier erwiesen sich aber als unüberwindbar. Nur ein Gegentor kassierten die ballsicheren Iberer im gesamten Turnier – beim 2:1 im Viertelfinale gegen Belgien. Wie sie beim souveränen 2:0 im Halbfinale die Offensiv-Zauberer aus Frankreich abkochten, war beeindruckend.

Dies konnte man über das Finale allerdings nicht sagen. Argentinien schien von Beginn an auf ein Elfmeterschießen zu spekulieren. Die Spanier agierten zu vorsichtig, um aus ihrer Überlegenheit Zählbares zu machen. Sie streuten auf dem viel kritisierten Finalrasen von East Rutherford ungewohnte Ungenauigkeiten ein.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke