Klopp sagt Ja und übt erste Kritik
Jürgen Klopp steht kurz davor, Bundestrainer zu werden. Das sagte er am Sonntagabend in seiner Funktion als Experte von MagentaTV vor dem WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien in New York (21 Uhr, im Liveticker bei WELT). Der 59-Jährige legte aber Wert darauf, dass der Deal noch nicht über die Bühne gegangen sei.
„Es ist nichts final“, sagte Klopp, alle Gespräche gingen aber in diese Richtung: „Ich habe eine Einigung und eine Regelung mit Red Bull gefunden. Eine großzügige Regelung, wenn man so will. Der Sache steht praktisch nichts mehr im Wege.“ Klopp ist derzeit Head of Global Soccer bei Red Bull, sein Vertrag beinhaltet keine Ausstiegsklausel. Offenbar legt ihm sein Arbeitgeber bei seiner neuen Aufgabe nun keine Steine in den Weg. Anders sind Klopps Worte nicht zu deuten.
Was jetzt noch fehlt, ist die andere Seite: der DFB. Klopp: „Es müssen noch viele Gespräche geführt werden, weil wir ja mit einem Verband sprechen. Da müssen viele Leute informiert werden.“ Was Klopp zu erster Kritik brachte. Schon am Nachmittag machten Meldungen die Runde, der Deal mit dem DFB sei perfekt. Das meldeten unter anderem Sky und der Transferexperte Fabrizio Romano, der seinen Post mit einem Bild garnierte, in dem Klopp auf einer schwarz-rot-goldenen Tribüne das deutsche Trikot hochhält.
„Es sollte in den nächsten Tagen passieren“
Das gefällt Klopp nicht. Dass viele Leute involviert seien, merke man auch daran, „dass viele Informationen relativ frühzeitig herauskommen – ob sie jetzt richtig oder falsch sind, sei mal da hingestellt“. Es gehe aber alles in die richtige Richtung: „Wir sind nicht weit davon entfernt, etwas verkünden zu können. Wenn es so weit ist, würden wir es auch selber machen und brauchen dann keine anderen dafür, die da ständig zu früh schießen.“
Wann es denn so weit sei, wurde Klopp noch gefragt. Bald, so der Trainer: „Es sollte in den nächsten Tagen eigentlich passieren im Idealfall. Wir haben 62 Tage bis zum nächsten Länderspiel.“ Das sei nicht wahnsinnig viel. Aber: „In der heutigen Zeit sollte über Verträge nicht nur gesprochen werden, sondern am Ende auch immer unterschrieben sein“, sagte Klopp, dass der Job bei der WM und die Nähe zum Spielfeld als Experte dazu beigetragen hätten, seine Lust auf den Job zu befeuern.
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