Die Hoffnungen auf eine gute WM waren damals im Vorfeld nicht groß. Zu schwankend die Leistungen, zu fragil das Gebilde. Doch dann strafte Jürgen Klinsmann 2006 all seine Kritiker Lügen: Die von ihm geführte deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielte eine berauschende WM und belegte beim Turnier in Deutschland am Ende Platz drei.

20 Jahre später schaffte es die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) lediglich bis ins Sechzehntelfinale, in dem sie an Paraguay scheiterte. Als eine der Ursachen für das frühe WM-Aus sieht der damalige Bundestrainer Klinsmann die fehlende Körperlichkeit. „Sie waren zu weich, sie waren nicht fähig zu leiden oder auch mal die Ellbogen auszufahren und sich Respekt zu verschaffen“, sagte Klinsmann dem TV-Sender Sky.

Als Vorbild in dieser Hinsicht nannte der 61-Jährige Titelverteidiger Argentinien. „Was die Argentinier der ganzen Welt vorgemacht haben bei diesem Turnier, ist einfach: Vielleicht sind wir nicht die beste Mannschaft, aber wir sind bereit, bis an die Grenzen und darüber hinauszugehen und Spiele in den letzten Minuten zu entscheiden“, sagte Klinsmann. Dies habe in der Vergangenheit auch die DFB-Auswahl gekonnt.

„Wir müssen uns dafür schämen“, sagt der Weltmeister

In den beiden vorangegangenen WM-Turnieren 2018 in Russland und 2022 in Katar war die deutsche Nationalmannschaft sogar schon nach der Gruppenphase ausgeschieden. „Wir sind jetzt absolut im Mittelmaß, ganz verloren irgendwo angekommen“, sagte Klinsmann bei Sport1.

Jürgen Klinsmann schultert Rudi Völler: Gemeinsam gewannen sie 1990 in Italien den WM-Titel

Der frühere Stürmer, der mit Deutschland 1990 den WM-Titel gewann, habe daher im Spaß zu italienischen Freunden gesagt: „Besser dreimal nicht hinfahren, als dreimal gleich nach Hause zu gehen.“ Italien hatte die Weltmeisterschaften 2018, 2022 und 2026 verpasst. Aber auch das deutsche Team fange jetzt weit unten an. „Wir müssen uns dafür schämen. Wir müssen eingestehen, dass viel, viel falsch gemacht wurde“, sagte Klinsmann.

Ein Podcast, ein Champion, ein Rätsel – wer ist der Gast? Raten Sie mit: Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify oder Apple Podcasts.

Er hoffe nun auf einen Neustart unter Jürgen Klopp als Bundestrainer. „Ich wünsche es mir sehr, weil er ein Typ ist, der so einen Neuanfang starten kann, weil er die Energie hat, die positive Art, andere Leute mit ins Boot zu bringen“, erklärte der Weltmeister von 1990.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke