„DeChambeau hat keinerlei Gespür für Strategie“
Das Golfjahr läuft für einen seiner größten Stars bisher überhaupt nicht nach Plan. Der Amerikaner Bryson DeChambeau, großer Star der LIV-Tour, verpasste bei den ersten drei Major-Turnieren des Jahres jeweils den Cut. Nun stehen die British Open in Royal Birkdale an, und Nick Faldo würde es nicht überraschen, wenn der Longhitter auch diesmal früh die Segel streicht.
„Ich würde es ihm direkt ins Gesicht sagen: DeChambeau hat keinerlei Gespür für Strategie“, sagte der dreimalige Open-Champion im Podcast von Sky Sports Golf. Faldo kritisierte insbesondere DeChambeaus aggressiven Ansatz im Links-Golf, also auf den naturbelassenen Dünenplätzen, die es vornehmlich auf den britischen Inseln gibt.
Dort brauche es deutlich mehr Kreativität und die Fähigkeit, Geländeformen und Unebenheiten für sich zu nutzen, sagte die englische Golflegende. Faldo: „Man kann nicht einfach denken: ‚Ich haue den Ball irgendwie nach vorne. Ich sehe nicht einmal, wohin ich schlage.‘“
Sir Nick FaldoSir Nick, mittlerweile 68 Jahre alt, ist in der Golfwelt geschätzt für seine präzisen, oft auch scharfzüngigen Analysen. Seit Jahren arbeitet er für TV-Sender als Experte bei Liveübertragungen.
Scheffler verpasste gerade den Cut
DeChambeau erreichte bei acht Starts bei den Open Championships zweimal die Top Ten, zuletzt mit einem geteilten zehnten Platz in Royal Portrush im vergangenen Jahr. Am Donnerstag startet der zweimalige US-Open-Sieger in einem extrem prominenten Flight. DeChambeau geht gemeinsam mit dem Weltranglistenersten Scottie Scheffler und dem englischen Lokalmatadoren auf die Runde.
Titelverteidiger Scheffler reist mit einer ungewohnten Niederlage im Gepäck ab. Bei den Scottish Open, dem traditionellen Vorbereitungsturnier auf The Open, hatte er vergangene Woche den Cut verpasst. Scheffler nahm es locker: „Man möchte als Golfer nie ein freies Wochenende haben. Aber wenn man als Titelverteidiger zu einem Turnier kommt, gibt es immer etwas mehr Verpflichtungen und Termine zu erledigen. Also war es am Ende nicht das Schlechteste der Welt.“
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