Der deutsche Kader für die Weltmeisterschaft steht. Julian Nagelsmann hat die 26 Spieler, die er mit in die USA nimmt, vorgestellt. Ein Name, mit dem viele gerechnet hatten, fehlt auf der Liste: Said El Mala. Der Shootingstar des 1. FC Köln wurde vom Bundestrainer trotz einer starken Saison nicht berücksichtigt.

„Wir haben einige dieser jungen und talentierten Spieler, die auf dem Sprung sind, es aber nicht geschafft haben, bei der WM dabei zu sein. Ich nehme hier Tom Bischof, Assan Ouédraogo und Said El Mala mal zusammen“, sagte Nagelsmann: „Sie sind mit ihren großen Potenzialen ein Zukunftsversprechen für den DFB. Die Zeit von Said wird noch kommen, er wird noch viele große Turniere spielen können.“

Aber nicht diesen Sommer. Dann wird wieder Leroy Sané für die Nationalmannschaft auflaufen. Der Offensivspieler von Galatasaray Istanbul wurde von Nagelsmann nominiert. Der 30-Jährige wird seine zweite Weltmeisterschaft spielen, obwohl er in der Türkei eine durchwachsene Saison hingelegt hat.

Leroy Sané konnte bisher bei Welt- und Europameisterschaften nicht überzeugen

„Die Quote auf Vereinsebene war zu wenig. Bei uns hat er in den letzten vier Spielen fünf Scorer gesammelt“, verteidigte Nagelsmann Sané: „Ich muss natürlich auch die Leistung in der Nationalmannschaft bewerten. Er wird kontrovers diskutiert. Bei ihm sieht man immer mehr, was er nicht bringt.“

Der ehemalige Bayernspieler hat für Galatasaray in 28 Ligaspielen sieben Tore erzielt, in der Champions League blieb Sané ohne Treffer. Als Nationalspieler hat Sané bislang an vier großen Turnieren teilgenommen: an der Weltmeisterschaft 2022 sowie den Europameisterschaften 2016, 2020 und 2024. Bei keinem dieser Turniere zählte er zur Stammelf, niemals stand er im ersten Spiel von Beginn an auf dem Platz. Weder unter Joachim Löw, noch unter Hansi Flick, noch unter Nagelsmann.

Der Rechtsaußen kommt auf genau zwölf Spiele, in denen er achtmal eingewechselt wurde, meist spät. Zudem wurde er dreimal ausgewechselt, stand also in einem Turnierspiel überhaupt nur einmal 90 Minuten lang auf dem Feld: in der EM-Vorrunde 2021 gegen Ungarn. Ein Tor bei einer WM oder einer EM hat der 74-malige Nationalspieler bisher nicht erzielt.

El Mala nicht nominiert – „Maxi Beier für diese Spielidee mitgenommen“

Nagelsmann setzt dennoch auf Sané, sagt: „Er hat eine extrem hohe Anerkennung in der Mannschaft. Er hat etwas Besonderes im engen Raum. Die vielleicht nicht so gute Quote im Verein könnte dazu führen, dass er vielleicht erstmal eine Herausforderer-Rolle einnehmen wird. Er kann gegen tiefe Gegner mit seinem Speed und seiner Technik viel bewegen. Ich habe einen super Draht zu ihm und traue mir zu, dass ich ihn so kitzle, dass nach der WM deutlich positivere Stimmen über ihn fallen werden.“

Auch El Mala ist ein Tempofußballer, der vor allem bei Kontern mit seiner Geschwindigkeit seine Stärken ausspielen kann. Laut Nagelsmann passe dies nicht perfekt zur Spielidee der Nationalmannschaft, weil sie, nicht wie Köln, so tief stehe und defensiv spiele. „Said hat eine tolle Rückrunde gespielt. Er passt sehr gut in Kölns Spielidee, wo er viel Raum für Konter hat. Für diese Spielidee haben wir Maxi Beier mitgenommen. Das Gespräch mit ihm war natürlich schwer, aber er hat es sehr gut angenommen“, sagte Nagelsmann.

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