Jetzt wollen die Saboteure der Bayern-Meisterfeier ihr Hurensöhne-Banner zurück
Diesen fiesen Streich haben die Löwen-Fans wohl bejubelt wie einen Bundesliga-Titel. Vergangenen Sonntag feierte der FC Bayern München mit über 16.000 Fans die 35. Deutsche Meisterschaft. Doch die traditionelle Party auf dem Marienplatz wurde von Anhängern des Stadtrivalen TSV 1860 mit einem XXL-Spottbanner sabotiert. Die Sechzger schafften es, dass vor dem Rathaus eine riesige Plane ausgerollt wurde, die aussah wie ein Bayern-Logo – nur mit dem Schriftzug „FC Bauern Hurensöhne“.
Mit „Bild“ sprachen jetzt die Macher, wie sie die Security des deutschen Rekordmeisters überlisteten. Und: Sie wollen ihre 180-Quadratmeter-Plane wieder zurück.
Die Aktion: Gerade, als Stadionsprecher Stephan Lehmann Bayern-Star Leon Goretzka (Vertragsende nach acht Jahren) verabschiedete, wurde das riesige Logo ausgerollt. Manuel Neuer entdeckte die Sabotage und wandte sich an den Moderator. Lehmann sagte noch am Balkon-Mikrofon: „Könnt ihr mal kurz die Plane einholen, weil ihr ja nichts darunter seht.“ Doch da war es längst zu spät. TV-Kameras der Live-Übertragung hatten das Spott-Plakat eingefangen.
Der Coup: Nun melden sich die Sechzig-Fans zu Wort. Sie wollen anonym bleiben, im Gespräch mit „Bild“ erklärt aber einer der Meisterfeier-Saboteure: „Wir haben eine Woche an der Fahne gemalt. Sie hatte einen Durchmesser von 15 Metern, eine Fläche von 180 Quadratmetern und ein Gewicht von 20 Kilogramm.“
Störer trugen Shirts des Bayern-Sponsors Telekom
Um sie auf den ersten Blick möglichst authentisch wirken zu lassen, wurden die Original-Farbcodes des Bayern-Emblems verwendet. Der 1860-Fan: „Die Fahne wurde kurz vor der Zeremonie durch alle Sicherheitsschleusen verdeckt durchgeschmuggelt. Wir wurden weder aufgehalten noch befragt.“ Im Gegenteil. Die Mitarbeiter der externen Security-Firma, die auf dem Marienplatz vor dem Rathaus für die Sicherheit sorgten, seien den getarnten Saboteuren „mit viel Sympathie“ begegnet.
Entgegen erster Aussagen von der Security vor Ort wurde das Banner nicht in den Fan-Bereich hineingereicht. Die 1860-Fans spazierten mit der zusammengerollten Plane in den umzäunten Bereich auf dem Rathausvorplatz. Die Störer trugen Shirts des Bayern-Sponsors Telekom, der direkt daneben mehrere Video- und Werbewände ausgestellt hatte und mit Mitarbeitern dort war. Die Fans schmuggelten sich so unerkannt an den Sicherheitsmitarbeitern in den Innenbereich.
Mit solchen Shirts mogelten sich die Saboteure mit dem Plakat durch die SicherheitsschleusenDas Banner wurde nach der Aktion schnell wieder eingerollt. Wer es konfisziert hat, wo es gelagert wird oder ob es bereits entsorgt wurde, ist aktuell unklar. Über den 1860-Fananwalt Gerald Assner wollen die Saboteure jetzt das XXL-Logo wieder zurück. Der Jurist aus München sagte „Bild“: „Die Mandanten wollen nicht, dass für die Entsorgung noch weitere Kosten entstehen. Wir hoffen, dass sich die Mitarbeiter melden, die die Fahne aufbewahren.“
Übrigens: Der FC Bayern will nach Informationen des Blattes keine Strafanzeige wegen Beleidigung bei der Löwen-Aktion erstatten. Präsident Herbert Hainer merkte aber süffisant an: „Leider können sich unsere Fans nicht revanchieren, denn so schnell wird es bei 1860 keine Meisterschaft zu feiern geben.“
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