Claudia Pechstein wird Bundestrainerin der zuletzt so erfolglosen Eisschnellläufer
Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein übernimmt bis zum Jahresende das Amt der Bundestrainerin in der Disziplin Allround. Das gab die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft bekannt. Pechstein wird den Posten neben ihrer aktuellen Hauptfunktion als Bundesstützpunkt-Trainerin in Inzell ausführen. Zudem ist Andreas Kraus ab sofort neben seiner Hauptfunktion als Nachwuchscoach kommissarisch auch als Bundestrainer Sprint tätig.
„Beide Trainer genießen unser volles Vertrauen. Die Entscheidung gibt dem Verband und dem deutschen Eisschnelllauf Planungssicherheit bis zum Jahresende. Bis dahin haben wir ausreichend Zeit, um einen geordneten Bewerbungsprozess durchzuführen und uns für die Trainer zu entscheiden, die unsere Sportlerinnen und Sportler zu Olympia 2030 führen werden“, erklärte DESG-Präsident und Pechsteins Ehemann Matthias Große.
Bei den Spielen in Mailand und Cortina d‘Ampezzo war der erfolglose Verband in diesem Jahr im Eisschnelllauf ohne Medaille geblieben – wie schon 2014, 2018 und 2022. Der beste Platz in Italien war ein Fünfter in der Teamverfolgung der Frauen. In den Einzelrennen belegten Sophie Warmuth (500 Meter) und Maira Jasch (5000 Meter) jeweils Rang acht.
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Die 54-jährige Pechstein folgt auf Alexis Contin, der in seiner Heimat die Entwicklung der Nationalmannschaft mit Blick auf die Winterspiele 2030 in Frankreich fördern soll. Contin hatte bei den Winterspielen in Mailand im Mittelpunkt gestanden, nachdem Eisschnellläufer Fridtjof Petzold ein gestörtes Verhältnis angeprangert hatte.
DESG-Sportdirektorin Nadine Seidenglanz, Ehefrau von Contin, wies die Vorwürfe zurück. Pechstein hatte ihre erfolgreiche Karriere im Vorjahr beendet.
DESG-Spitze stand zuletzt in der Kritik
Seit Olympia hatte es viel Wirbel um die DESG gegeben. Zu Beginn der Winterspiele in Italien hatte ein „Sportschau“-Bericht über vermeintliche Unregelmäßigkeiten bei der DESG und ein belastetes Verhältnis zwischen einigen Athleten und der Verbandsspitze für Aufsehen gesorgt.
Bei einem Medientermin nach Olympia hatte die Verbandsführung die ARD-Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus mit einem Hausverbot belegt und damit heftige Kritik ausgelöst.
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