Gelbe Karten – Kurz vor der WM gibt es eine neue Regel
Der Fußball-Weltverband Fifa entschärft die Regeln für Sperren durch Gelbe Karten bei der Weltmeisterschaft in anderthalb Monaten. Die Verwarnungen sollen nicht nur – wie bislang üblich – nach den Viertelfinals, sondern erstmals bereits nach den drei Gruppenspielen gestrichen werden.
Diese Regelung soll bei der heutigen Sitzung des Fifa-Councils bestätigt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Zuerst hatte die britische BBC darüber berichtet.
Im Normalfall sind Spieler nach der zweiten Gelben Karte im Turnierverlauf für eine Partie gesperrt. Durch die Ausweitung der WM in den USA, Kanada und Mexiko vom 11. Juni bis 19. Juli von 32 auf 48 Teams kommt eine weitere K.-o.-Runde mit 32 Mannschaften hinzu. Damit erhöht sich die Gefahr für die Spieler, gelbgesperrt aussetzen zu müssen und beispielsweise im Halbfinale zu fehlen. Dem soll die neue Regelung entgegenwirken.
Als Michael Ballack das WM-Finale verpasste
Bereits in der Vergangenheit waren Gelbe Karten nach dem Viertelfinale gestrichen worden. Damit wurde verhindert, dass sich ein Fall wie bei Michael Ballack wiederholt. Der einstige deutsche Nationalmannschaftskapitän war bei der Weltmeisterschaft 2002 im Finale gegen Brasilien ausgefallen, nachdem er im Halbfinale gegen Südkorea verwarnt worden war.
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Zuletzt hatte sich Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) eine Aufweichung der Regel für Gelbsperren in der Champions League gewünscht. Dort werden die Verwarnungen erst nach dem Viertelfinale gestrichen.
„Ich finde es schon ganz schwierig, ohne Sperre durch diese Champions-League-Runde zu kommen. Wir haben jetzt mehr Spiele – und trotzdem ist ein Spieler nach drei Gelben Karten gesperrt“, hatte Kompany vor dem Viertelfinal-Rückspiel gesagt. „Wenn du so weit im Wettbewerb kommst als Innenverteidiger und hast nur drei Gelbe Karten bekommen, hast du eigentlich einen ganz guten Job gemacht. Und trotzdem kannst du gesperrt werden für das Halbfinale. Das finde ich schon hart.“
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