„Ein Schuldiger wird immer gesucht“ – Derby-Niederlage wird Tedesco zum Verhängnis
Knapp 24 Stunden dauerte es nach der Derby-Niederlage, da war die Amtszeit von Domenico Tedesco bei Fenerbahce Istanbul beendet. Einen Tag nach der Pleite bei Galatasaray Istanbul wurde der frühere Schalker und Leipziger Bundesliga-Coach bei Fenerbahce Istanbul gefeuert. Doch nicht nur er: der Tabellendritte der türkischen Süper Lig trennte sich zudem von Sportdirektor Devin Özek und Fußballkoordinator Berke Çelebi.
„Wir danken ihnen für ihren Einsatz für unseren Verein und wünschen ihnen viel Erfolg für ihre berufliche Zukunft“, hieß es kurz und knapp am späten Montagabend in einer Mitteilung des Klubs. Neben Tedesco muss auch dessen Stab gehen, bis Saisonende übernimmt der bisherige Co-Trainer Zeki Murat Göle. Bitter für Tedesco: Die erst zweite Niederlage in der Liga wurde ihm bei dem notorisch aufgewühlten Klub zum Verhängnis. Insgesamt stand der 40 Jahre alte Coach in 45 Pflichtspielen an der Seitenlinie des 19-maligen türkischen Meisters.
Die Saison beendet der Klub wohl ohne den erhofften Meistertitel. Der Rückstand in der Liga auf Galatasaray beträgt sieben Punkte bei noch drei ausstehenden Spielen. Das lange Warten auf die erste Meisterschaft seit 2014 dürfte damit weitergehen.
Bereits nach der Derbypleite hatte Tedesco die volle Verantwortung für die Niederlage übernommen und sich vor seine Mannschaft gestellt. Tedesco: „Ein Schuldiger wird immer gesucht. Der Schuldige bin ich. Kritisieren Sie meinen taktischen Ansatz, es ist meine Schuld.“
Aus im Pokal und der Europa League
Im türkischen Pokal schied Fenerbahce in der vergangenen Woche mit 0:1 nach Verlängerung bei Konyaspor aus, in der Europa League scheiterte das Team bereits in der Zwischenrunde an Nottingham Forest (2:1/0:3). Über einen Pokal durften sich die Fans in dieser Saison nur im Januar freuen, als Fenerbahce gegen Galatasaray (2:0) den Supercup gewann.
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Tedesco hatte im September vergangenen Jahres am fünften Spieltag die Nachfolge von Startrainer José Mourinho angetreten. Zuvor war er von Februar 2023 bis Januar 2025 für die belgische Nationalmannschaft verantwortlich gewesen.
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