Beau Greaves hat Darts-Geschichte geschrieben: Die 22-Jährige ist die erste Frau, die ein offenes Turnier der PDC – des weltweit größten Darts-Verbands – für sich entscheidet. Im Finale eines Pro-Tour-Events setzte sie sich in einem hochdramatischen Duell mit 8:7 gegen den Weltmeister von 2023, Michael Smith, durch.

Bereits vor zwei Wochen hatte Greaves für Aufsehen gesorgt, als sie als erste Frau auf der Pro Tour – der zuschauerlosen Turnierserie – das Viertelfinale erreichte. Nun folgte der nächste Meilenstein: der Turniersieg.

Im Endspiel erwischte sie zunächst einen Fehlstart und geriet 0:2 in Rückstand. Doch Greaves konterte eindrucksvoll, gewann fünf Legs in Serie und übernahm die Kontrolle. Mit einem 170er-Checkout – dem Maximum im Darts – stellte sie auf 6:3 und stand kurz vor dem Triumph. Smith kämpfte sich jedoch zurück, glich zum 6:6 aus und erzwang schließlich beim Stand von 7:7 den Decider.

Greaves mit 80 Prozent Doppelquote

Dort bewies Greaves Nervenstärke und sicherte sich mit einem herausragenden 142er-Finish den Titel. Triple 20, Triple 20, Doppel 11 – mit diesem Finish schrieb sie Geschichte und hielt sich ungläubig die Hände vors Gesicht. Extrem stark auch ihre Doppelquote von 80 Prozent – acht von zehn Versuchen fanden ins Ziel.

Auf dem Weg ins Finale hatte Greaves bereits Topspieler ausgeschaltet: Im Viertelfinale besiegte sie Rob Cross, Weltmeister von 2018, mit 6:5, anschließend ließ sie dem zweimaligen Weltmeister Gary Anderson mit einem herausragenden Average keine Chance.

In der Weltrangliste macht Greaves einen Sprung um 14 Plätze nach oben und liegt nun auf Rang 79. Die Qualifikation für die PDC-Weltmeisterschaft dürfte ihr damit kaum noch zu nehmen sein – auch das wäre ein Novum, denn noch nie hat sich eine Frau über die Pro Tour für die WM qualifiziert.

Für Michael Smith hingegen ist der zweite Platz ein seltener Lichtblick in schwierigen Monaten. Seit seinem WM-Triumph kämpft der Engländer mit einem Formtief und ist inzwischen auf Rang 30 der Welt abgerutscht.

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