Serge Gnabry vom FC Bayern muss um seine WM-Teilnahme bangen. Der 30 Jahre alte Offensivspieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zog sich „einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel“ zu. Das teilte der deutsche Rekordmeister aus München weniger als 24 Stunden vor der möglichen erneuten Titelkrönung in der Bundesliga mit.

Die schwere Verletzung von Gnabry dürfte die Vorfreude auf die Krönung dämpfen. Der FC Bayern München müsse „für längere Zeit“ auf ihn verzichten, hieß es in der Mitteilung am Samstagabend. Wann genau und wie der 59-malige Auswahlspieler die Verletzung erlitten hat, ist bisher nicht klar.

Für die DFB-Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann beginnt die WM-Endrunde am 14. Juni gegen Curaçao. Weitere Gegner sind am 20. Juni die Elfenbeinküste und am 25. Juni Ecuador.

FC Bayern erwartet keine Konsequenzen

Für den FC Bayern geht es neben Meisterschaft und DFB-Pokal auch noch um den Gewinn der Champions League. Anders als bei Gnabry, hoffen die Münchner im Halbfinale gegen Paris Saint-Germain auf das Dabeisein aller Zuschauer. Der Klub gehe nicht davon aus, wegen des Fan-Vorfalls beim Match gegen Real Madrid gegen PSG mit einem Teilausschluss der Zuschauer bestraft zu werden.

„Die Sorge ist nicht groß“, sagte Sportdirektor Christoph Freund. „Der Austausch mit der Uefa ist sehr, sehr gut und sehr, sehr eng über eine ganze Saison hinweg.“ Die Europäische Fußball-Union hat in der Causa ein Disziplinarverfahren gegen die Münchner eingeleitet.

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In der Schlussphase der Partie in der Allianz Arena waren Bayern-Anhänger über den Zaun geklettert und zum Spielfeldrand vorgedrungen. Nach dem 4:3-Siegtreffer in der Nachspielzeit drückten sie im Jubel gegen Fotografen, die dort hinter der Werbebande saßen. Auch Bayern-Profi Jamal Musiala sprang in dem Moment überschwänglich in den Pulk, unter dem einige Journalisten eingeklemmt wurden. Laut Polizeiangaben wurden mindestens zwei Frauen und zwei Männer verletzt. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt.

Schon am Sonntag kann der FC Bayern den vorzeitigen Gewinn seiner 35. deutschen Fußballmeisterschaft perfekt machen. Dem Rekordchampion aus München reicht am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart bereits ein Remis, um bis zum Saisonende nicht mehr von der Spitze verdrängt zu werden.

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