Der österreichische Fußball trauert um Alexander Manninger. Der ehemalige Torwart ist am Donnerstag bei einem Verkehrsunfall gestorben. Manninger wurde nur 48 Jahre alt.

Laut Polizeiangaben wurde Manninger in seinem Auto auf einem unbeschrankten Bahnübergang in Nußdorf am Haunsberg (Bundesland Salzburg) von einer Lokalbahn erfasst und mehrere Meter mitgeschleift. Der Unfall passierte am Donnerstagmorgen gegen 8.40 Uhr. Zunächst war von schweren Verletzungen des Autofahrers die Rede, kurze Zeit später wurde jedoch Manningers Tod bestätigt. Die 25 Fahrgäste der Bahn sowie der Zugführer blieben unverletzt.

Manninger saß alleine in seinem VW-Minivan. Laut eines Berichts der „Kronen Zeitung“ untersucht Gutachter Gerhard Kronreif im Auftrag der Staatsanwaltschaft den Unfall. „Durch die Art des Fahrzeugs ist es möglich, die elektronischen Daten genau auszuwerten – und damit das Fahrverhalten des Lenkers“, sagte Kronreif. Überprüft wird auch, ob das Rotsignal am Bahnübergang (rechtzeitig) ausgelöst hat.

Manninger begann seine Karriere bei Austria Salzburg. Der Klub zeigte sich auf Social Media bestürzt. Manninger sei nicht nur zwölf Jahre lang Teil der Austria-Familie gewesen, sondern „vor allem ein Mensch, der Spuren hinterlassen hat – auf und neben dem Platz“.

Manninger wurde englischer und italienischer Meister

Nach einer Zwischenstation beim Grazer AK wechselte er - als erster Österreicher -in die Premier League zum FC Arsenal. Mit den Gunners wurde Manninger, der zwischenzeitlich Stammtorwart David Seaman erfolgreich vertrat, in der Saison 1997/98 englischer Meister und FA-Cup-Sieger, mit Juventus Turin (als zweiter Torwart nach Gianluigi Buffon) in der Saison 2011/12 italienischer Meister. Im Anschluss wechselte er nach Deutschland, wo er vier Jahre für den FC Augsburg spielte. Seinen letzten Profivertrag hatte Manninger in der Spielzeit 2016/17 beim FC Liverpool, dessen Trainer Jürgen Klopp ihn als dritten Torwart verpflichtete.

Für die österreichische Nationalmannschaft absolvierte Manninger zwischen 1999 und 2009 33 Spiele. Bei einem großen Turnier kam er nie zum Einsatz – bei der Heim-EM 2008 war er die Nummer zwei hinter Jürgen Macho.

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