Wenige Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft im Juni und Juli sieht sich Ausrüster Nike mit einem Designproblem konfrontiert. Gleich Zwölf Nationalteams werden beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko in Trikots des US-Konzerns auflaufen – doch ausgerechnet deren Erscheinungsbild sorgt für Kritik.

Sichtbar wurde der Makel während der Länderspielphase Ende März, als die Profis überall auf dem Erdball ihre neuen WM-Shirts präsentierten, um die Verkäufe anzukurbeln – darunter große Nationen wie England, Frankreich oder Brasilien.

Bei mehreren Mannschaften fiel jedoch eine auffällige Wölbung im Schulterbereich auf. Fans reagierten mit Spott und verglichen die Optik mit Schulterpolstern, wie sie in den 80er-Jahren modern waren. Der Look aus dieser Zeit erlebt zwar gerade ein Revival, jedoch eher auf der Straße als auf dem Fußballplatz.

Sie konnte es natürlich tragen: Prinzessin Stéphanie von Monaco im Jahr 1986

Zahlreiche Anhänger, die sich die neuen Trikots für bis zu 160 Euro gesichert hatten, meldeten Beanstandungen und beklagten die ungewöhnliche Form an der Naht.

Nike reagiert im üblichen PR-Sprech

Nike reagierte nun auf die wachsende Kritik. In einer Stellungnahme gegenüber dem „Guardian“ räumte das Unternehmen ein: „Während der Länderspielphase haben wir ein kleines Problem bei unseren Nike-Nationaltrikots festgestellt, das vor allem an der Schulternaht auffällt. Die Funktionstüchtigkeit ist davon nicht beeinträchtigt, aber das Gesamtbild entspricht nicht den Erwartungen.“

Zugleich kündigte der Konzern Nachbesserungen an und betonte im üblichen PR-Sprech den eigenen Anspruch: „Wir sind ein globales Team aus erstklassigen Designern, Kreativen und Visionären, die jeden Tag darüber nachdenken, wie wir innovativ sein, uns selbst herausfordern und Risiken eingehen können, um den schönen Sport voranzubringen. Wir messen uns und unseren Produkten stets an den höchsten Standards, und diese wurden hier nicht erfüllt.“

Man arbeite mit Hochdruck daran, Spielern und Fans eine Lösung zu bieten – schließlich solle jedes Trikot „Sorgfalt, Präzision und den Stolz widerspiegeln, die dieser Sport verdient“.

Bis zum Turnierstart bleiben Nike, das ab kommenden Jahr auch die deutsche Nationalmannschaft ausstatten wird, noch gut 60 Tage, um das Problem zu beheben.

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