Höchststrafe für Tennis-Star Daniil Medwedew. Der Russe verlor seine Zweitrundenpartie beim Masters-Turnier in Monte Carlo gegen den Italiener Matteo Berrettini mit 0:6, 0:6. In nur 49 Minuten war Medwedews Debakel ohne eigenen Spielgewinn, auch „Double Bagel“ oder „Brille“ genannt, perfekt.

Medwedew gelang gar nichts. Die Nummer zehn der Welt gewann nur 17 von 67 Punkten, produzierte 27 unerzwungene Fehler und fünf Doppelfehler. Beim Stand von 0:2 im zweiten Satz musste der Frust dann raus. Medwedew feuerte nach einem Ball ins Netz seinen Schläger erst in Richtung Bande, hob ihn dann wieder auf, nur um ihn noch einmal mit voller Wucht auf den Boden zu werfen.

Medwedew bekam sich gar nicht mehr ein. Sechsmal hintereinander musste der Schläger dran glauben, bis dieser vollständig zertrümmert war. Jeder weitere Wurf wurde vom Publikum mit einem lauten „Hey“ kommentiert. Die Überreste seines Schlägers warf Medwedew in einen Mülleimer am Spielfeldrand.

Das Turnier in Monte Carlo markiert den Auftakt in die Sandplatzsaison – und damit in Medwedews ungeliebte Zeit des Jahres. „Ich mag es nicht. Für mich ist es einfach nur schmutzig. Nach einer Sandsession kannst du deine Socken wegwerfen, das Auto wird nach dem Training dreckig. Ich mag es einfach nicht“, hatte der frühe US-Open-Champion (auf Hartplatz) mal über den Belag geschimpft.

Zverev feiert Comeback

Ganz anders Gegner Berrettini, 2021 Finalist in Wimbledon (Viersatzniederlage gegen Novak Djokovic), aber nach Verletzungen mittlerweile auf Platz 90 der Weltrangliste zurückgefallen. „Das war definitiv eine der besten Leistungen in meinem Leben. Ich habe vielleicht drei Bälle verschlagen“, sagte er. In Monte Carlo ist er nur mit einer Wildcard am Start.

Laut dem Statistikdienstleister Opta ist Berrettini erst der fünfte Spieler seit Einführung der ATP-Rangliste im Jahr 1973, der einen Gegner aus den Top 10 mit 6:0, 6:0 besiegte. Das letzte Mal passierte dies vor zehn Jahren. Der Belgier David Goffin hatte dem Tschechen Tomas Berdych damals in Rom das bittere Ergebnis zugefügt.

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Auch der Deutsche Alexander Zverev war am Mittwoch in Monte Carlo im Einsatz. Er konnte einen Fehlstart ins Turnier gerade noch verhindern. Der 28-Jährige zeigte Comeback-Qualitäten und setzte sich gegen den Chilenen Cristian Garín mit 4:6, 6:4, 7:5 durch. Im entscheidenden dritten Satz lag Zverev schnell mit 0:4 hinten, drehte die Partie aber noch. In der ersten Runde hatte Zverev ein Freilos.

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