Münchens Nationalspieler Wagner muss nach üblem Foul lange büßen
Eishockey-Nationalspieler Fabio Wagner vom EHC Red Bull München ist nach seinem harten Foul im vierten Play-off-Spiel beim ERC Ingolstadt lange gesperrt worden. Der Abwehrspieler wird nach seinem Check gegen den Kopf- und Nackenbereich von Ingolstadts Edwin Tropmann nach Angaben der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für 14 Spiele gesperrt werden. Damit wird der 30-Jährige in der aktuellen Saison kein Spiel mehr für München bestreiten.
Die lange Sperre begründete die DEL in einer Mitteilung mit dem „rücksichtslosen“ Check sowie dem „Haupttrefferpunkt“ am „Kopf- und Nackenbereich“. Tropmann habe zudem „stationär behandelt“ werden müssen. Wagner erhält überdies noch eine Geldstrafe.
Fabio Wagner war für Team Deutschland zuletzt bei den Olympischen Spielen im Einsatz„Es tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler von mir. Ich trage dafür die volle Verantwortung für mein Handeln“, räumte Wagner tags darauf in einem Video auf seinem Instagram-Account reumütig ein.
„Dafür gibt es in diesem Maß keine Entschuldigung. Das hat nichts mit Eishockey zu tun. Das schadet unserem Produkt und der Gesundheit unserer Spieler“, hatte Ingolstadts Sportdirektor Tim Regan gleich nach dem Spiel gesagt. Der ehemalige Nationalspieler und Fernsehexperte Christoph Ullmann bewertete die Szene bei Magenta TV als „totalen Blackout von Wagner“.
Tropmann musste vom Eis transportiert werden
Der üble Ellenbogencheck war der negative Höhepunkt eines Eishockeyspiels, das von Minute zu Minute mehr eskalierte. Direkt nachdem Wagner seinen Gegenspieler mit voller Wucht über den Haufen gefahren hatte, rief der Stadionsprecher: „Ärzte aufs Eis!“
Mehrere Betreuer und Ärzte eilten Tropmann zu Hilfe und behandelten den Verteidiger minutenlang, bis sie ihn schließlich mit einer Trage vom Eis brachten. Da die beiden Hauptschiedsrichter eine weitere Eskalation fürchteten, griffen sie zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Sie berieten sich mit den Trainern und Kapitänen der Teams und entschieden, das Spiel auslaufen zu lassen.
Genau 100 Sekunden vor dem Ende warfen sie den Puck wieder ein, ohne dass Spieler auf das Eis durften. Der Puck lag auf dem Eis, die Stadionuhr lief herunter. Nach einer Minute und 40 Sekunden ertönte die Schlusssirene, Ingolstadt stand als Sieger fest. Am Ende standen 155 Strafminuten auf der Anzeigetafel, 125 davon für die Münchner.
Eine Szene, symptomatisch für den Schlagabtausch zwischen dem ERC Ingolstadt und dem EHC Red Bull München im DEL-DuellWagner hatte am vergangenen Dienstag mit seinen Münchnern ein 2:7 in Ingolstadt kassiert. Auch Teamkollege Jeremy McKenna erhielt aus dieser Partie wegen eines zu harten Checks gegen den Kopf- und Nackenbereich eine Sperre über zwei Spiele.
Damit fehlt der Kanadier auf jeden Fall am Donnerstag (19.30 Uhr, Magentasport) und am Samstag (14 Uhr, Magentasport) in den Spielen fünf und sechs. In der Viertelfinal-Serie steht es zwischen beiden Teams 2:2.
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