Todesfall in der Familie – Nach seinem Tor kommen Said El Mala die Tränen
Dieser Sieg hat vorentscheidenden Charakter. „Hier stand heute alles auf dem Spiel. Wir hatten noch eine Rechnung mit den Griechen offen“, sagte Said El Mala, nach dessen Premierentreffer die deutsche U21-Nationalmannschaft einen großen Schritt zum direkten EM-Ticket gemacht hat.
Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes gewann im Kampf um den Gruppensieg mit 2:0 (1:0) in Griechenland und setzte sich damit an die Spitze der Qualifikationsgruppe F. El Mala avancierte mit seinem Treffer in der elften Minute zum Wegbereiter des deutschen Sieges, den der Augsburger Anton Kade (73. Minute) klarmachte.
Auf dem Weg zur EM-Endrunde 2027 in Albanien und Serbien hat die Mannschaft von Trainer Antonio Di Salvo vor den drei Qualifikationsspielen im September und Oktober alles selbst in der Hand. In Athen, wo es vor spärlich besetzten Rängen nicht den erwarteten Hexenkessel gab, zeigte das Team eine reife Leistung. Die neun Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite qualifizieren sich direkt. Die acht verbleibenden Gruppenzweiten bestreiten Playoffs, um die letzten vier Endrundenteilnehmer zu ermitteln.
El Mala sichtlich bewegt
Nachdem die deutsche Auswahl beim 2:3 im Hinspiel im Oktober nach nicht einmal einer Viertelstunde mit 0:2 hinten gelegen hatte, erwischte sie diesmal einen starken Start. Nach einem Eckball von Kapitän Tom Bischof (FC Bayern) verfehlte Joshua Quarshie (FC Southampton) per Kopf. Aber dann schaltete El Mala am schnellsten und schloss mit einem technisch feinen Schuss aus der Drehung ab. Sichtlich bewegt jubelte der Kölner nach dem ersten Treffer im siebten Spiel für die U21 und zog sich das Trikot über das Gesicht, um seine Tränen zu verdecken.
Mit den Gedanken bei der Oma: Said El Mala (rechts) nach seinem Treffer zum 1:0„Das war die pure Erleichterung. Diesen Druck, diesen Rucksack, hat man richtig gespürt. Da ist richtig Ballast abgefallen“, sagte TV-Experte Markus Babbel bei ProSieben Maxx. Tatsächlich war die emotionale Reaktion des Kölner Angreifers aber einem privaten Umstand geschuldet. „Ich hatte einen Verlust in den letzten Tagen. Meine Oma ist verstorben. Das Tor ist für sie. Wenn ich meine Oma oben glücklich gemacht habe, um so schöner“, löste er nach dem Abpfiff auf.
„Wir haben die Nachricht Samstagmorgen erhalten“, berichtete Nationaltrainer Di Salvo: „Da muss ich jetzt ein Lob aussprechen. An Said, aber auch an die ganze Mannschaft. Alle waren für ihn da. Und er konnte da jetzt vielleicht ein bisschen was zurückzahlen.“
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Auch der DFB-Direktor war zufrieden: „Das hat er wunderbar gemacht“, sagte Rudi Völler. „Aber wir haben auch ein bisschen Glück gehabt hinten.“ Nach der Führung agierte der EM-Zweite Deutschland etwas zu passiv. Aber die Defensive stand gegen den bisherigen Spitzenreiter sicher.
Torhüter Mio Backhaus von Werder Bremen, der nach seiner starken Leistung beim 3:0 gegen Nordirland wegen der Erkrankung von Dennis Seimen (SC Paderborn) auch diesmal ins Tor durfte, rückte zwar bei den Warnschüssen der Griechen in den Fokus. Die ganz große Gefahr ging von den Versuchen des Teams um Lionel-Messi-Teamkollege Noah Allen von Inter Miami nicht aus. Backhaus blieb ein sicherer Rückhalt.
El Mala verpasst das 2:0
Griechenland verstärkte nach der Pause, als Deutschland ohne den an der Schulter verletzten Herthaner Linus Gechter auskommen musste, seine Offensivbemühungen. Ohne Durchschlagskraft. El Mala fehlte auf der Gegenseite nicht viel zu einem erlösenden 2:0 (55./61.). Der Kölner, der angeblich vom Premier-League-Club Brighton & Hove Albion umworben wird, war in der zweiten Hälfte Aktivposten auf dem linken Flügel.
Die Entscheidung: Leandro Morgalla, Joshua Quarshie, Finn Jeltsch, Tom Bischof und Said El Mala (von links) jubeln nach dem 2:0Nicolò Tresoldi, Doppeltorschütze vom Sieg gegen die Nordiren, wurde wiederholt hart attackiert und konnte sich nicht entscheidend in Szene setzen. Dafür schlugen die Kollegen des Stürmers vom FC Brügge nach Standards zu. Diesmal brachte Bischof einen Freistoß vors Tor, den der Augsburger Kade über Umwege verwertete. In der Schlussphase wurde es noch einmal kurios: Der Grieche Charalampos Kostoulas versuchte, einen Konter zu unterbinden, indem er einen verlorenen Schuh warf. Auch das verhinderte den deutschen Erfolg aber nicht.
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