Hitlergruß, Rassismus und ein verletztes Kind – Landespokal in Berlin und Brandenburg
Sportlich stand in den Halbfinals des Landespokals einiges auf dem Spiel, doch der Fußball geriet am Wochenende bei zwei Spielen in Berlin und Brandenburg wieder einmal zur Nebensache.
Bei Ausschreitungen im Berliner Landespokal zwischen Regionalligist BFC Dynamo und Oberligaklub Sparta Lichtenberg wurden nach Polizeiangaben mehrere Personen verletzt. „Ein Kind erlitt ein Knalltrauma, und auch ein Ordner wurde verletzt. Darüber hinaus wurden zwölf Polizeikräfte verletzt, die jedoch alle ihren Dienst fortsetzen konnten“, teilten die Berliner Einsatzkräfte am Tag nach der Partie mit.
Auch der brandenburgische Pokalwettbewerb beschäftigt die Polizei. Die Partie von Titelverteidiger Eintracht Stahnsdorf gegen den VfB Krieschow wurde von Ereignissen neben dem Platz und nach dem Abpfiff überlagert. „Im Zuge dieses Spiels haben wir im Kern drei Sachverhalte aufgenommen. Während der Partie hat ein Krieschow-Fan ein Gitter überstiegen und dann die Einsatzkräfte beleidigt. Es wurde eine Anzeige aufgenommen“, sagte ein Polizeisprecher der BILD: „Nach dem Spiel soll der Torwart von Stahnsdorf angespuckt worden sein, möglicherweise durch einen Fan aus Krieschow. Und dann geht es um eine möglicherweise rassistische Beleidigung. Wir haben die Ermittlungen aufgenommen.“
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Nach Spielende kam es auf dem Platz zu Handgemengen und einem Polizeieinsatz. Auslöser war offenbar eine rassistische Beleidigung, wie Zeugen bestätigen, gegen Stahnsdorfs Stürmer Saheed Mustapha.
Hitlergruß von BFC-Anhängern
In Lichtenberg wurden gegen mehrere Personen Strafanzeigen eingeleitet – unter anderem sollen zwei BFC-Anhänger den Hitlergruß gezeigt haben. Der BFC war für eine Stellungnahme angefragt. „Dazu gab es Festnahmen von insgesamt vier Personen, die nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß kamen“, heißt es in einer Polizeimitteilung. Rund 150 Kräfte waren wegen des Spiels, das der BFC mit 6:3 nach Verlängerung gewonnen hatte, im Einsatz.
Während der Partie hatten BFC-Fans außerhalb des Stadions Pyrotechnik gezündet. Die Polizei teilte zudem mit, dass sie aus dem Gästeblock heraus mit Böllern beworfen und mit Faustschlägen attackiert worden sei. Die Beamten setzen demnach auch Pfefferspray ein. In der Verlängerung war das Spiel auf dem Paul-Kalkbrenner-Sportfeld für rund 15 Minuten unterbrochen.
Laut BILD blieben 150 Beamte auch nach Spielende noch im Dienst: In einem Lokal in der Weitlingstraße soll eine Personengruppe demnach lautstark und mehrfach verfassungsfeindliche Parolen skandiert haben. Die alarmierte Polizei führte bei elf Personen eine Identitätsfeststellung durch – augenscheinlich BFC-Anhänger. Es kam zu Widerstandshandlungen und Beleidigungen gegenüber Einsatzkräften. Die Ermittlungen dauern an.
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