Eklat auf Pressekonferenz – Verstappen schmeißt Journalisten raus
Die beste Chance für Max Verstappen, um dieser Tage in die Schlagzeilen zu kommen, liegt außerhalb der Rennstrecke. Weil sein Red Bull nicht siegfähig ist und der viermalige Weltmeister noch mit der neuen Auto-Generation hadert, ist der Holländer nach zwei Grands Prix nur Achter in der Fahrer-WM. Der Gewinn seines fünften Titels? Derzeit undenkbar.
Gut möglich, dass das Verstappen aufs Gemüt schlägt. Denn vor dem Großen Preis von Suzuka (Sonntag, 7.00 Uhr, Sky) zeigte sich der Niederländer ungewöhnlich dünnhäutig.
Was war passiert? Als seine Medienrunde am Donnerstag gegen 14.45 Uhr Ortszeit losging, unterbrach Verstappen einen Journalisten, der gerade begann, die erste Frage zu stellen.
Der Dialog im Wortlaut
Verstappen „Eine Sekunde. Ich werde nichts sagen, bevor er nicht gegangen ist.“
Gemeint ist der Journalist Giles Richards des renommierten britischen „Guardian“. Der fragte verdutzt: „Ich? Ernsthaft?“
Verstappen: „Ja.“
Richards: „Wegen der Frage vergangenen Jahres?“
Verstappen: „Ja.“
Richards: „Und du willst, dass ich deswegen gehe?“
Verstappen: „Ja.“
Richards: „Die Frage aus Abu Dhabi über Spanien?“
Verstappen: „Ja. Geh raus.“
Richards verließ im Anschluss Red Bulls Team-Haus und Verstappen sagte in Richtung der verbliebenen Journalisten: „Jetzt können wir anfangen.“
Hintergrund des Disputs ist eine Frage zum verlorenen Titelrennen, die Richards Verstappen beim Saisonfinale in Abu Dhabi im Dezember 2025 stellte. Der Reporter hatte bei dem Niederländer nachgehakt, ob dieser seinen Unfall mit Mercedes-Pilot George Russell aus Barcelona (Spanien) bereue.
Damals wurde Verstappen nach einem diskutablen Zweikampf mit dem Silberpfeil-Star von seinem Team angewiesen, die Position zurückzugeben, um eine Strafe zu vermeiden. Nachdem er der Anweisung nach kurzer Diskussion gefolgt war, fuhr er wenige Meter später mit voller Absicht in Russell.
Der Weltverband Fia verhängte dafür eine Zehn-Sekunden-Strafe, die Verstappen von Rang fünf auf Platz zehn zurückwarf – und ihn damit neun Zähler weniger einfahren ließen. Punkte, die am Ende zum Titel gereicht hätten. Denn in der WM unterliegt er McLarens Lando Norris am Ende mit zwei Zählern. Zur Wahrheit gehört aber auch: Zum Zeitpunkt des Barcelona-Unfalls war Verstappen nicht Teil des Titelrennens, erst später griff er durch eine fulminante Aufholjagd wieder ein.
Ohne den Unfall hätte er die WM allerdings gewonnen – und diese Frage nie gestellt bekommen.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke