Cricket ist in Pakistan Nationalsport. Erfolgreiche Spieler genießen den Status von Nationalhelden, große Spiele legen oft das öffentliche Leben lahm. Und genau das wird gerade zum Problem für das 240 Millionen Einwohner zählende Land. Vor dem wichtigsten Cricket-Turnier des Landes hat die Regierung die Bevölkerung angewiesen, zu Hause zu bleiben und die Spiele im Fernsehen zu verfolgen, um Treibstoff zu sparen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten belasten die asiatische Nation stark, das Land steckt tief in einer Energiekrise.

Die Pakistan Super League, die vom 26. März bis zum 3. Mai stattfindet, wurde laut einer Mitteilung der Organisatoren nach Abstimmung mit der Regierung auf ein „Zuschauen zu Hause“-Modell umgestellt. Zudem wurde die Anzahl der Austragungsorte von sechs auf zwei reduziert, sodass nun alle Spiele in Lahore und Karatschi stattfinden.

Mohsin Naqvi ist gleichzeitig Innenminister und Vorsitzender des Pakistan Cricket Board

„Rund 30.000 Zuschauer sowie zugehöriges Personal, die über mehr als einen Monat täglich reisen, würden die Energieressourcen erheblich belasten“, erklärte das Pakistan Cricket Board in der Mitteilung, dessen Chef Mohsin Naqvi auch amtierender Innenminister des Landes ist.

Staat erhöht Benzinpreis um 60 Prozent

Die Liga wurde erst 2016 gegründet, ist in dieser kurzen Zeit aber bereits zum größten Sportereignis im Land geworden. Die Zahl der teilnehmenden Mannschaften wurde gerade von sechs auf acht aufgestockt.

Generell erinnern die Maßnahmen an Corona-Zeiten. Pakistan, das stark von importiertem Treibstoff und Lebensmitteln abhängig ist, hat bereits Schulen für zwei Wochen geschlossen, um Energie zu sparen. Zudem wurden die Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds über ein aktuelles Sieben-Milliarden-Dollar-Programm verlängert.

Finanzminister Muhammad Aurangzeb erklärte am Sonntag in einer Ansprache, dass Pakistan in den kommenden Wochen gezielte und strukturelle Maßnahmen plant, um mit den hohen Ölpreisen umzugehen. Am selben Tag erhöhte die Regierung den Preis für hochoktanigen Kraftstoff um 60 Prozent. Diese zusätzliche Abgabe soll monatlich 32 Millionen US-Dollar einbringen.

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