Der zweimalige Olympiasieger Johannes Rydzek beendet seine Karriere. Wie der Nordische Kombinierer mitteilte, ist nach diesem Winter Schluss mit der Laufbahn als Leistungssportler. „Es ist Zeit, Lebewohl zu sagen! Es fühlt sich richtig an, ich bin voll mit mir im Reinen“, sagte der 34-Jährige. Der Saisonabschluss an diesem Sonntag in Oslo wird sein letzter Weltcup sein. „Im Gepäck nach Norwegen sind ganz viele Emotionen, auch Wehmut ist mit dabei“, sagte Rydzek.

Der Oberstdorfer hat in seiner langen Karriere extrem viel erlebt. Fünfmal nahm Rydzek an Olympischen Winterspielen teil, gehörte auch in diesem Jahr in Italien zum deutschen Team.

Bundestrainer Eric Frenzel sprach von einem „Wermutstropfen, dass Johannes seine Karriere jetzt beendet“. Der 37-Jährige, der als Sportler auch gemeinsam mit Rydzek auf Medaillenjagd ging, erklärte: „Über so viele Jahre auf einem so hohen Leistungsniveau performen zu können, immer wieder parat zu sein bei Großereignissen – das ist nicht einfach, das war großartig. Er ist ein toller Sportsmann und kann stolz darauf sein, was er geschafft hat.“

Vier Olympiamedaillen hat Rydzek gesammelt: 2010 gewann er Bronze im Team, vier Jahre später gab es Silber mit der Mannschaft. 2018 krönte sich Rydzek dann im Einzel von der Großschanze zum Olympiasieger und gewann auch mit dem Team. Bei Weltmeisterschaften sammelte er noch mehr Medaillen – wurde siebenmal Weltmeister. Historisch war sein Coup 2017 in Lahti, als er sich in beiden Einzelwettbewerben, im Teamsprint mit Eric Frenzel sowie mit der Mannschaft die WM-Titel sicherte.

Rydzek will der Kombination erhalten bleiben

Rydzek durchlitt aber auch bittere sportliche Momente. Zum Beispiel 2022 bei den Winterspielen in China. Dort führte er beim furiosen Olympiasieg von Teamkollege Vinzenz Geiger im Wettbewerb vor der Normalschanze lange. In einem denkwürdigen Rennen wurde er dann aber wenige hundert Meter vor dem Ziel noch überspurtet und verpasste einen Podestplatz.

Bitter war es auch bei den Spielen vor drei Wochen in Italien: Im Teamsprint lagen Geiger und er nach dem Skispringen auf Goldkurs. Am Ende wurde es – auch wegen Stürzen von Geiger – nur Platz fünf.

Im Weltcup siegte Rydzek im Einzel 18-mal. „Ich war mehr als die Hälfte meines Lebens im Weltcup unterwegs. Diesen Weg, mit diesen Momenten und den Menschen, die ich kennenlernen und erleben durfte, werde ich auch vermissen“, sagte er nun und kündigte an: „Ich möchte der Kombination in irgendeiner Form erhalten bleiben.“

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