Wilder Bundesliga-Nachmittag – 22 Tore und ein Trainer vor dem Aus
An einem wilden Bundesliga-Samstag fielen extrem viele Tore. Der HSV siegte in Wolfsburg, Heidenheim kann schon mal für die Zweite Liga planen, und Leipzig drehte doch noch das Spiel. Die Partien vom Samstagnachmittag im Überblick.
VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:2 (1:1)
Der VfL Wolfsburg taumelt weiter dem Absturz in die Zweitklassigkeit entgegen und steht vor dem nächsten Trainerwechsel. Der Werksklub verlor seine zum „Endspiel“ ausgerufene Heimpartie gegen den Hamburger SV mit 1:2 (1:1) und droht als Tabellenvorletzter den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu verlieren. Daniel Bauer, der das Team im November als Interimscoach übernommen hatte und in der Winterpause zum Cheftrainer befördert wurde, dürfte nach der sechsten Niederlage in den vergangenen sieben Spielen seinen Posten verlieren.
Die Zuschauer sahen eine von Foulelfmetern geprägte Partie. Zuerst brachte Christian Eriksen (22.) den VfL vom Punkt in Führung, dann glich der gefoulte Luka Vuskovic (33.) ebenfalls per Strafstoß für Hamburg aus. Nach dem Seitenwechsel wurde Vuskovic im Strafraum erneut gefoult– den fälligen Elfmeter verwandelte Jean-Luc Dompé (58.).
RB Leipzig - FC Augsburg 2:1 (0:1)
Ein Eigentor in der Nachspielzeit hat RB den Sieg gerettet. Arthur Chavez (90.+2) beförderte den Ball nach einer Flanke von David Raum ins eigene Netz, Leipzig entschied das Spiel mit 2:1 (0:1) für sich. Damit ist RB zwar weiterhin Fünfter, liegt nun aber punktgleich mit dem VfB Stuttgart.
Vor 41.563 Fans schockte Robin Fellhauer (39. Minute) die Leipziger mit der Führung für Augsburg, das weite Strecken sehr passiv agierte. Die bis zum Anpfiff drittbeste Rückrundenmannschaft hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen Handelfmeter durch Keven Schlotterbeck (23.) verschossen. Yan Diomande (76.) erlöste Leipzig schließlich mit dem Ausgleich, großen Jubel löste dann das Eigentor aus.
Mainz 05 – VfB Stuttgart 2:2 (1:0)
In einem wilden Schlagabtausch haben sich der FSV Mainz 05 und der VfB Stuttgart 2:2 (1:0) getrennt. Jae-sung Lee brachte die Hausherren in der 39. Minute in Führung, die Ermedin Demirovic (76. Minute) und Deniz Undav (77.) mit einem Doppelschlag innerhalb von 60 Sekunden konterten. Vor 33.305 Zuschauern rettete Danny da Costa (90.+1) den Rheinhessen noch einen Punkt.
SC Freiburg – Bayer Leverkusen 3:3 (2:2)
Bayer Leverkusen hat wichtige Punkte im Kampf um die Königsklasse liegen gelassen. Die Werkself musste sich in Freiburg in einem sehenswerten Spiel mit einem 3:3 (2:2) begnügen. Freiburg verhinderte durch ein spätes Tor die erste Niederlage im eigenen Stadion seit dem 1:3 gegen den FC Augsburg am ersten Spieltag und bleibt Achter.
Vincenzo Grifo (34. Minute), der mit 105 Treffern zum Freiburger Rekordtorschützen Nils Petersen aufschloss, und Yuito Suzuki (43.) brachten den SC zweimal in Führung. Bayer glich durch Christian Kofane (37.) und Alejandro Grimaldo (45.+3) jeweils aus, ehe Martin Terrier (52.) die Partie vor 34.100 Zuschauern vollends drehte. Freiburg schlug durch Matthias Ginter (86.) aber noch mal zurück und hätte in der Schlussphase sogar fast noch das 4:3 erzielt.
1. FC Heidenheim – TSG Hoffenheim 2:4
Ohne den an einem Infekt erkrankten Chefcoach Christian Ilzer hat Hoffenheim den nächsten Schritt Richtung Champions-League geschafft. Mit Co-Trainer Moritz Volz an der Seitenlinie führte Doppeltorschütze Alexander Prass die TSG zum 4:2 (2:0) beim mittlerweile abgeschlagenen Tabellenletzten 1. FC Heidenheim.
Nach zuvor zwei sieglosen Partien traf der österreichische Mittelfeldspieler Prass in der umkämpften ersten Hälfte (26./45.+1 Minute) doppelt. Fisnik Asllani (49.) und Tim Lemperle (78.) legten in der unterhaltsamen zweiten Hälfte nach. Die Tore von Luca Kerber zum 1:3 und 2:4 waren aber für Heidenheim zu wenig (63./84.).
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