Stürmer Deniz Undav vom VfB Stuttgart stört sich an der öffentlichen Debatte über seine mögliche Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft. „Ich finde es schade, dass ich mich immer rechtfertigen muss“, sagte der 29-Jährige bei einem Termin des VfB, bei dem Spieler und Trainer in der Stuttgarter Leonhardskirche Essen und Getränke an Bedürftige verteilten. Sein Name falle ihm in der Diskussion um die ideale Sturmbesetzung im DFB-Team zu selten.

„Ich schieße die meisten Tore. Ich bin auf dem zweiten Platz international, was Scorer angeht“, rechnete Undav im Gespräch mit Sky vor. In der Bundesliga-Torjägerliste liegt der VfB-Star als bester Deutscher mit 14 Treffern hinter Harry Kane vom FC Bayern München (30) auf Rang zwei. Insgesamt kommt Undav in dieser Saison bislang auf 18 Tore und elf Vorlagen in 33 Pflichtspielen. Im Vergleich mit allen deutschen Stürmern der internationalen Top-Ligen ist er damit wettbewerbsübergreifend mit großem Abstand der beste. Trotzdem sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann zuletzt im „kicker“ über den DFB-Sturm: „Das ist zumindest auch eine Baustelle, die wir schließen müssen.“

Auf Nachfrage der „Bild“ sagte er an diesem Mittwoch dazu: „Ich habe das Interview nicht gelesen. Im Endeffekt bin ich ein Stürmer mit guten Statistiken. Ich liefere Woche für Woche ab und versuche, mich so zu empfehlen.“

Es habe seit der Winterpause keinen Austausch mit Nagelsmann gegeben, sagte Undav zu einer möglichen Nominierung für die Länderspiele gegen die Schweiz am 27. März in Basel und gegen Ghana am 30. März in Stuttgart. Zuletzt gehörte er nicht mehr zum deutschen Aufgebot, die kommende Nominierung aber gilt als richtungsweisend mit Blick auf die anstehende WM in den USA, Kanada und Mexiko im Sommer.

Undav: „Das geht mir auf den Zeiger“

Über den ausbleibenden Kontakt zum Bundestrainer sagte Undav: „Er braucht auch nicht mit mir zu reden. Meine Argumente sind auf dem Platz. Das versuche ich ihm zu zeigen. Solange ich treffe, wird es schwer werden, an mir vorbeizukommen.“ In der Bundesliga traf Undav zuletzt in drei Spielen in Serie.

„Mein Name fällt da nie auf der Mittelstürmer-Position. Dafür, dass ich für viele kein Stürmer bin, habe ich die beste Quote …“, sagte Stuttgarts Publikumsliebling mit Unverständnis. „Daher verstehe ich nicht, dass man über andere Stürmer spricht und nicht über mich. Dass mein Name immer nur als falsche Neun fällt, geht mir auf den Zeiger. Das höre ich mein Leben lang. Ich dachte, dass das jetzt, nachdem ich so gut treffe, aufhört. Ich bin einfach ein guter klassischer Stürmer, der auch ein guter Zehner sein kann. Das ist aber nicht meine Schuld, dass ich die Qualität habe. Ich bin Stürmer, ich treffe und kann vorbereiten.“

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