Intensivstation – Schwerer Sturz von Olympiateilnehmer auf Kandahar-Piste
Der finnische Skirennfahrer Elian Lehto liegt nach einem Sturz im Abfahrtstraining von Garmisch-Partenkirchen auf der Intensivstation. Der 25-Jährige habe Verletzungen im Brustbereich und am Unterschenkel erlitten, teilte der finnische Verband mit. Sie seien jedoch nicht lebensbedrohlich. Der Athlet sei bei Bewusstsein und ansprechbar, sein Zustand werde in den kommenden Tagen weiter überwacht.
Lehto hatte auf der berühmten Kandahar-Piste die Kontrolle verloren und war in ein Fangnetz gekracht. Anschließend hatte ein Hubschrauber den Teilnehmer der Olympischen Winterspiele von Italien in ein Krankenhaus gebracht.
In Garmisch-Partenkirchen stehen am Wochenende die ersten Weltcup-Rennen der Männer nach Olympia an: am Samstag eine Abfahrt, am Sonntag ein Super-G (jeweils 11.15 Uhr). Nachdem die Männer im Vorjahr noch auf einen Start in Garmisch verzichten mussten, machen die Stars wie Olympiasieger Franjo von Allmen, dessen Schweizer Teamkollegen Marco Odermatt und auch die Deutschen um Simon Jocher diesmal wieder Station nahe der Zugspitze.
Training führt auch bei Luis Vogt zum Saisonaus
Auch der Franzose Nils Alphand wird dann nicht dabei sein. Der 29-Jährige stürzte im Abfahrtstraining ebenfalls. Er erlitt laut einer Verbandsmitteilung unter anderem eine Schultereckgelenksprengung und wird mindestens drei Wochen ausfallen.
Für Luis Vogt ist die Saison ebenfalls verletzungsbedingt vorzeitig beendet. Der 24-Jährige hat im letzten Training für den Heim-Weltcup in Garmisch-Partenkirchen eine starke Überdehnung des Kreuzbandes im rechten Knie erlitten, wie der Deutsche Skiverband mitteilte. Eine Operation sei zwar nicht notwendig. Die Verletzung müsse mittels einer Schiene aber ruhig gestellt werden, hieß es.
„Ich habe heute im Training an der Einfahrt Eishang die Position am Tor verloren. Daraufhin hat es mich nach hinten gedrückt. Im Ziel spürte ich dann einen dumpfen Schmerz im rechten Knie“, sagte Vogt. Der Ausfall sei „extrem bitter und ärgerlich“, da er sich auf das Heim-Event sehr gefreut habe. Es hätte aber auch schlimmer kommen können, meinte der Athlet vom SC Garmisch.
Vogt war in der legendären Abfahrt von Kitzbühel Ende Januar Achter geworden - für eine Olympia-Nominierung kam das Ergebnis aber zu spät. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte anschließend versucht, den Athleten noch per Ausnahmegenehmigung in Italien an den Start zu bringen. Diese wurde vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) abgelehnt.
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