Am Ende gewannen sie Bronze. Denn das Eiskunstlaufpaar Minerva Hase und Nikita Volodin hatten es erneut nicht geschafft, einen Wettbewerb fehlerfrei zu absolvieren. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Entweder patzten sie im Kurzprogramm, oder in der Kür. Diesmal war es die Kür.

Mit Gold-Ansprüchen waren sie nach Italien gereist, nun wurde es Platz drei. „Ich habe die Fehler gemacht“, gab Hase unumwunden zu. Dass sie gleich zu Beginn den Salchow nur einfach statt dreifach sprang, kostete am Ende Platz eins. Zu gut waren am Montagabend die überragenden Weltmeister Riku Miura und Ryuichi Kihara. Das Duo wäre nur mit einer perfekten Kür zu übertreffen gewesen. Aber die sieben Punkte Vorsprung aus dem Kurzprogramm waren schnell weg.

Doch wie geht es nun weiter mit dem deutschen Paar? „Wir werden den Sommer genießen, ich habe einen Bundeswehr-Lehrgang, und dann schauen wir, wie es weitergeht, wie lange und in welchem Rahmen.“ Bei den Olympischen Winterspielen in den französischen Alpen 2030 wären sie 30 Jahre alt, das wäre nicht zu alt. Aber ob sich beide nach drei gemeinsamen Jahren zu einer weiteren Zusammenarbeit durchringen können?

Akribisch und strukturiert

Da ist auf der einen Seite die strukturierte Minerva Hase, die nach eigener Aussage am liebsten alles drei Monate im Voraus geplant haben will. Der Akribie seiner Partnerin steht der gebürtige Russe gegenüber, der vor dem Treffen mit Hase Eisshows lief – und ein Lebemann war. „Ich bin eine halbe Stunde vor dem Training aufgestanden und los“, sagt er. Das trieb ihm Hase aus: „Du musst eine Stunde vor dem Training in der Halle sein und dich aufwärmen.“ Beispiele gibt es viele. Sie rauften sich auf unglaubliche Weise zusammen, einer ging auf den anderen ein. Mit Bronze bei Olympia als Resultat.

Aber für die beiden gilt: Es wäre mehr drin gewesen und da geht auch noch mehr. Mit 30 wäre es noch nicht zu spät. Auch Aljona Savchenko holte mit Robin Szolkowy zweimal Bronze, ehe es mit Bruno Massot zum Gold-Lauf von Pyeongchang 2018 kam. Sie waren damals 34 und 29 Jahre alt. Vielleicht binden Hase und Volodin das im Sommer in ihre Überlegungen ein.

Eine Trennung des Duos Hase/Volodin nach der Saison wäre für das deutsche Eiskunstlaufen ein herber Schlag. Mit Ausnahme von Annika Hocke und Robert Kunkel, die in Italien im Paarlauf-Wettbewerb einen guten zehnten Platz belegten, blieb die Deutsche Eislauf-Union in Mailand ohne Finaleinzug. Für die Einzelkonkurrenzen konnten sich deutsche Sportlerinnen und Sportler gar nicht erst qualifizieren. Auch im Teamevent fehlte Deutschland.

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