Die Niederlande sind eine Eisschnelllaufnation. Die einzige, die es überhaupt auf der Welt gibt. Schaatsen, wie es im kleinen Nachbarland der Deutschen heißt, ist Volkssport. Umso erstaunlicher, dass die erfolgsverwöhnten Frauen des Landes über die 500 Meter noch nie eine olympische Goldmedaille gewannen.

Mehr noch: Seit der Premiere im Jahr 1932 gab es so gut wie gar nichts zu holen. Bei 18 Olympischen Spielen reichte es gerade mal zu einer Bronzemedaille. 2014 in Sotschi lief Margot Boer auf Platz drei. Soweit die Geschichte, die verdeutlicht, dass es in den Niederlanden eher um die langen Distanzen geht und die Besonderheit des doppelten Triumphs vom Sonntagabend verdeutlicht.

So verpasste Eisschnelllauf-Star Jutta Leerdam zwar vor den Augen ihres Verlobten Jake Paul über die 500 Meter ihr zweites Gold bei den Winterspielen in Italien, doch Landsfrau Femke Kok sprintete zum ersten niederländischen Olympiasieg. Dritte wurde Miho Takagi aus Japan.

Kok, die über 1.000 Meter den zweiten Platz hinter Leerdam belegt hatte, lief in überragenden 36,49 Sekunden olympischen Rekord. Sophie Warmuth landete als beste Deutsche auf einem guten achten Platz. Anna Ostlender belegte Rang 27.

Leerdam, die auf Instagram inzwischen mehr als sechs Millionen Follower hat, ist mit dem US-Influencer Jake Paul verlobt. Der 29 Jahre alte Trump-Anhänger hat auf Instagram sogar mehr als 28 Millionen Follower und ist auch durch seine Boxkämpfe bekannt. Ende 2025 hatte er gegen den früheren Weltmeister Anthony Joshua verloren.

Leerdam ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten dieser Winterspiele. Das Glamour-Girl zieht die Aufmerksamkeit nicht nur auf dem Eis auf sich. Vor allem abseits davon polarisiert sie immer wieder. Über 500 Meter stahl ihr nun aber Kok die Show und gewann überlegen mit 0,66 Sekunden Vorsprung.

Deutsche Männer in der Teamverfolgung chancenlos

Die deutschen Eisschnellläufer scheiterten zuvor in der ersten Runde der Teamverfolgung klar. Patrick Beckert, Felix Maly und Fridtjof Petzold belegten im Viertelfinale den siebten Rang und haben keine Chance mehr auf eine Medaille. Für die Entscheidung am Dienstag mit den Halbfinals und dem Finale qualifizierten sich Italien, die USA, China und die Niederlande.

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Die Teamverfolgung ist seit 2006 in Turin olympisch. Eine Medaille gab es für die deutschen Männer, die disziplinübergreifend sogar seit 2002 auf Edelmetall warten, bislang noch nicht. Die größte Medaillenhoffnung bei diesen Winterspielen ist der 18-jährige Finn Sonnekalb über die 1.500 Meter am Donnerstag.

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