Eisschnellläuferin Francesca Lollobrigida hat über die 3000 Meter sensationell das erste Gold für Olympia-Gastgeber Italien gewonnen. Die 35-Jährige siegte in Mailand in einer olympischen Rekordzeit von 3:54,28 Minuten vor Ragne Wiklund aus Norwegen (3:56,54 Minuten) und der Kanadierin Valérie Maltais (3:56,93 Minuten). Die Siegerin jubelte: „Es ist unglaublich, wir sind in Italien. Die Olympischen Spiele finden in Italien statt. Mein größter Traum ist wahr geworden.“

Lollobrigida ist die erste italienische Eisschnelllauf-Olympiasiegerin in der Geschichte der Spiele und kommt aus einer berühmten Familie. Sie ist die Großnichte die der legendären Schauspielerin und italienischen Stilikone Gina Lollobrigida. Ihre berühmte Großtante, die 2023 im Alter von 95 Jahren starb, hat Francesca aber nie von Angesicht zu Angesicht getroffen. „Ich habe sie nie persönlich kennengelernt“, sagte sie am Samstag.

Lollobrigida, die an diesem besonderen Tag auch noch Geburtstag feierte, hatte die Bestzeit vorgelegt und konnte mitansehen, wie die Favoritinnen an ihrer Marke scheiterten. So gingen die Niederlande um Topfavoritin Joy Beune überraschend leer aus. Beune enttäuschte als Vierte.

„Ich hatte nur auf Bronze gehofft“

Lollobrigida hingegen widmete den Triumph ihrem dreijährigen Sohn, den sie in der Halle von Mailand fest in die Arme schloss. „Ich habe es auch für ihn getan, damit er eines Tages stolz auf mich sein kann, nicht nur weil ich Olympiasiegerin bin, sondern für alles, was wir gemeinsam erreicht haben“, sagte die Siegerin und hatte eine Botschaft: „Das Gold zeigt auch, dass man den Traum von einer Familie, dem Mutterwerden und der Rückkehr in den Wettkampf nicht aufgeben muss. Wenn ich das schaffe, und ich bin 250 Tage im Jahr unterwegs, dann schaffen das auch alle anderen.“

Gerechnet habe sie mit diesem Erfolg aber zu keiner Zeit. „Ich hatte nur auf Bronze gehofft“, gab Lollobrigida: „Nach dem Saisonverlauf war schon das nicht einfach. Eine Virusinfektion hatte mir den K.o. verpasst. Ich hatte schon daran gedacht, alles hinzuschmeißen und aufzuhören.“

Für die einzige deutsche Teilnehmerin lief der Tag deutlich weniger erfolgreich. Josie Hofmann landete vor den Augen der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein in 4:06,54 Minuten auf dem 14. Platz.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke