Nach Arsenal-Abschied – holt der DFB jetzt Mertesacker?
Weltmeister Per Mertesacker (41) hatte am Montag seinen Abschied zum Saisonende nach acht Jahren als Leiter der Nachwuchsakademie des FC Arsenal angekündigt. „Jetzt ist es an der Zeit, mich neuen Herausforderungen zu stellen und mich weiterzuentwickeln“, sagte Mertesacker dazu. Erste Interessenten an Mertesacker gibt es bereits.
Nach Informationen von „Bild“ gilt Mertesacker als heißer Kandidat für einen Posten beim Deutschen Fußball Bund (DFB). Welche Rolle könnte der Weltmeister von 2014 übernehmen?
Zur Erinnerung: Bereits 2022 wurde Mertesacker neben Weltmeister-Kollege Sami Khedira als möglicher Nachfolger für Oliver Bierhoff gehandelt, der seinen Posten als Direktor der Nationalmannschaft nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Katar räumen musste. Damals fanden beide Parteien nicht zueinander. Der DFB entschied sich daher für eine Neuausrichtung. Andreas Rettig wurde 2023 Geschäftsführer Sport beim DFB, Rudi Völler der Sportdirektor.
Völler hat gerade seinen Vertrag als Sportdirektor bis 2028 ein weiteres Mal verlängert. Der Weltmeister von 1990 versteht sich sehr gut mit Mertesacker, hat immer wieder betont, dass er sich für seine Nachfolge grundsätzlich einen der Weltmeister von 2014 vorstellen könnte. Allerdings wird dieses Szenario erst frühestens in zweieinhalb Jahren ein Thema.
Anders sieht es bei der Position des Geschäftsführers Sport aus. Rettig hatte das Amt im September 2023 angetreten. Sein Vertrag läuft aktuell bis zum 31. Dezember 2026. Noch im April hatte Sky berichtet, dass Rettig kurz vor der Unterschrift unter einen Vertrag bis mindestens 2028 stehe. Eine Vollzugsmeldung gab es seither nicht. Interessant: Rettig verantwortet in seiner Rolle neben den Nationalmannschaften auch die Akademie. Ein Bereich, in dem Mertesacker beim FC Arsenal jahrelang Erfahrungen gesammelt hatte.
Mertesacker wäre nach der WM frei für neue Aufgaben
Wie geht es erst mal bei Mertesacker weiter? Der Ex-Profi hatte bei Arsenal eine sechsmonatige Kündigungsfrist. Um den Klub im Sommer verlassen zu können, machte er seinen Abschied bereits jetzt offiziell. Mertesacker ist zudem als Experte für das ZDF bei der Nationalmannschaft im Einsatz. Auch dieser Vertrag endet diesen Sommer nach der WM 2026. Danach wäre Mertesacker grundsätzlich frei für neue Aufgaben.
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„Bild“ weiß: Der Vater von fünf Kindern möchte sich erst mal eine längere Auszeit von mindestens einem Jahr gönnen, bleibt mit der Familie vorerst auch in London. So hatte er es bereits nach seiner aktiven Profi-Karriere geplant. Als Arsenal nach seiner letzten Saison als Profi 2017/18 für die eigene Nachwuchs-Akademie einen neuen Leiter suchte, stieg „Merte“ damals aber bereits im Oktober 2018 auf den Funktionärs-Posten wieder ein.
Ob Mertesacker diesmal seinen Vorsatz eines Sabbatjahres einhalten kann oder er am Ende doch schon früher dem Ruf des DFB erliegt, wird sich nach den ersten Gesprächen mit den DFB-Verantwortlichen zeigen.
Der Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, SPORT BILD, BILD) erstellt und zuerst in BILD veröffentlicht.
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