So früh wie dieses Mal ist Paris Saint-Germain im französischen Fußball-Pokal seit 2014 nicht mehr ausgeschieden. Der amtierende Champions-League-Sieger verlor im Sechzehntelfinale am Montagabend im Parc des Princes mit 0:1 gegen den Stadtrivalen Paris FC.

PSG-Trainer Luis Enrique zeigte sich nach dem überraschenden Aus enttäuscht, haderte jedoch weniger mit der Leistung als mit dem Resultat. „Ich bin vom Ergebnis enttäuscht, aber was das Spiel an sich angeht, war es meiner Meinung nach sehr hochklassig. Wir waren die bessere Mannschaft und haben viele Chancen kreiert. Im Fußball sind die Ergebnisse manchmal ungerecht, und ich denke, es ist ganz klar, dass wir dieses Ergebnis heute Abend nicht verdient hatten“, sagte der 55-Jährige.

Für PSG war es die erste Pflichtspielniederlage überhaupt gegen Paris FC. Der Klub ist seit dieser Saison in der Ligue 1 vertreten, bei ihm steht auch der frühere Frankfurter Torhüter Kevin Trapp unter Vertrag, der gegen PSG jedoch nicht zum Einsatz kam. Die wirtschaftlichen Unterschiede könnten kaum größer sein: Während PSG auf einen Marktwert von nahezu 1,2 Milliarden Euro kommt, liegt der von Paris FC bei etwas mehr als 95 Millionen.

Entschieden wurde das Stadtderby in der 76. Minute. Nach einer Vorlage des eingewechselten Ilan Kebbal traf Jonathan Ikoné (27) zum 1:0 und schoss Paris FC ins Achtelfinale des Coupe de France. Weiter als diesmal kam der Klub erst einmal – im Halbfinale der Saison 1979/80. PSG hingegen hatte den Pokal zuletzt zweimal in Folge gewonnen und stand seit 2014 neunmal im Endspiel, achtmal davon siegreich.

Eine reiche Familie und Red Bull jubeln

Vorlagengeber Kebbal sprach bei beIN Sports von einem glücklichen Moment: „Wir hatten auch etwas Glück, aber gegen solche Mannschaften braucht man das auch. Ich bin sehr zufrieden mit dem Weiterkommen.“

Auch PSG-Verteidiger Illja Sabarnyj ordnete das Aus nüchtern ein. „PSG kämpft natürlich immer um Titel, daher ist das Ausscheiden im Pokal eine sehr schlechte Nachricht für uns. Aber so ist Fußball. Wir müssen uns erholen und dann am Freitag alles geben“, sagte der 23-Jährige mit Blick auf das Ligaspiel gegen Lille. In der Ligue 1 liegt PSG derzeit nur auf Rang zwei – hinter dem Überraschungsteam RC Lens.

Paris FC gehört hauptsächlich der Familie Arnault, einer der reichsten und einflussreichsten Unternehmerfamilien der Welt (u.a. Louis Vuitton, Dior, Givenchy, Bulgari, Tiffany, Dom Pérignon). Dazu kommt Red Bull als strategischer Minderheitsinvestor. Der Klub will sich in der ersten Liga etablieren und mittelfristig im Europapokal mitmischen.

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