Kolet – einfach im Ausland online gehen:

Für den Routenplaner, die Suche nach dem besten Restaurant in der Umgebung oder einen Anruf: Ein stabiles Internet ist auf Reisen unverzichtbar, manchmal sogar lebenswichtig. Mit der eSIM-App Kolet, 2024 als Start-up in Paris gegründet, kann man benutzerfreundlich und ohne Roaming-Gebühren in 190 Ländern schnell online gehen.

Bei der eSIM steht das „e“ für „embedded“, also „eingebettet“ – anders als die klassische SIM-Karte ist die eSIM fest auf der Platine des Telefons verbaut. Ist die App heruntergeladen, wird der User gut durch die Anwendungen geführt, das Switchen auf dem Smartphone funktioniert problemlos.

Beim Testlauf in den USA kosteten fünf Gigabyte 13,49 Euro, ein Gigabyte gab es als Promotion einer Airline obendrauf. Das reichte bei durchschnittlicher Nutzung für zwei Wochen. Datenvolumen, das nicht verbraucht wird, kann für die nächste Reise genutzt werden.

Kolet hat bereits eine große Fangemeinde (4,9 von 5 Sternen im Apple App Store bei mehr als 350 Bewertungen) und wird für Kundenservice, Tarifstrukturen und Handhabung gelobt.

Für iOS und Android, kostenlos

Stippl: Der Reiseplaner – aufstrebender Begleiter:

Eins vorweg: Um eine Woche am Strand auf Mallorca zu planen, ist Stippl, die KI-Planungs-App aus Amsterdam, die falsche Wahl – wegen Unterforderung. Reiseplanung, Buchung (zum Beispiel mit direktem Anschluss an booking.com), Budget, Packliste, eSIM-Portal, Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten – bei der App mit dem flotten weißen S auf grünem Hintergrund kann nach Herzenslust gesucht und angepinnt werden.

Das ist bei Städtetouren mit verschiedenen Attraktionen an einzelnen Tagen oder bei Trips mit Freunden interessant, die in die Planung einbezogen werden können. Bei Roadtrips werden die einzelnen Stationen übersichtlich auf einer Karte dargestellt.

Nach eigenen Angaben hat Stippl, das 2022 gegründet wurde und seit 2024 richtig durchstartet, derzeit rund 1,5 Millionen Nutzer, die App erreicht 4,5 von 5 Sternen. Bemängelt werden Bugs wie verschwundene Reiseabläufe oder Spontan-Abstürze. Generell zeigt sich hier jedoch ein ernstzunehmender Konkurrent für digitale Reisebegleiter wie Polarsteps oder Layla.

Für iOS und Android, kostenlos

Gusta AI Menu Scanner – beim Essen im Bilde sein:

Mit Essen spielt man nicht! Zumindest im Digitalen ist diese Ansage überholt: Denn es gibt die Menu-Scanner-App Gusta, und die lädt zum Spielen geradezu ein – man scannt Speisekarten-Informationen, die App zaubert daraus KI-generierte Zeichnungen und serviert hilfreiche Infos über das Gericht (auf Englisch).

Gusta stammt von Byte Rift FZCO aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Idee dahinter: Reisende sollen sich im Ausland besser vorstellen können, was sie eigentlich bestellen. So lassen sich nicht nur Sprachbarrieren umgehen, sondern man erfährt zum Beispiel auch Details zu Inhaltsstoffen.

Mit KI-Hilfe werden zudem visuelle Vorschauen der Speisen erzeugt, die mal mehr, mal weniger treffend sind. Der Testlauf mit einer bulgarisch-kyrillischen Speisekarte in einer Taverne in Sofia läuft so: Weingulasch mit Reis für fünf Euro, meldet die App zum gewählten Gericht; die Zeichnung erinnert allerdings eher an Weinblattröllchen. Geschmeckt hat es trotzdem.

Derzeit nur für iOS, nur die ersten Scans sind kostenlos

Memrise – Sprachhäppchen mit Bot lernen:

Mit ein paar Brocken Italienisch fährt es sich entspannter an die Stiefelspitze. Etwas Französisch kann in Paris nicht schaden. Wer mit dieser Einstellung verreisen möchte, ist bei der App Memrise gut aufgehoben. In der kostenlosen Version lassen sich auch etwas Portugiesisch, Arabisch, Chinesisch, Englisch, Koreanisch, Russisch, Spanisch und Türkisch erlernen.

Dabei geht es, anders als bei großen Sprachprogrammen, weniger um Grammatik und tiefes Verständnis, sondern um kurzfristig anwendbares Wortwissen. Memrise, 2010 gegründet, hat nach eigenen Angaben rund 50 Millionen Nutzer weltweit. Interessant ist hier, was die App nicht mehr bietet: Die sogenannten Community-Kurse, bei denen man sich mit Muttersprachlern austauschen konnte, wurden auf eine separate Plattform verschoben.

Wer jetzt via App lernt, sieht Mini-Videos von Einheimischen, die Wörter und Begriffe aussprechen, oder unterhält sich mit dem KI-gestützten MemBot. Für den Reisebedarf kann man sich schnell rund 20 Wörter aneignen, im Modus Alltagsphrasen sind es 300 Wörter. Weitere Listen mit speziellen Themen wie Sport, Essen oder Slangs & Redewendungen lassen sich kostenpflichtig freischalten.

Für iOS und Android. Basisversion kostenlos, Pro-Abo 21,99 Euro monatlich, Abo auf Lebenszeit 89,99 Euro

Nihao China – die App mit Pandabär:

Gelockerte Einreisebestimmungen (für Deutsche 30 Tage visafrei) und natürlich die touristischen Highlights im Land selbst machen China zu einem attraktiven Reiseziel. Die neue App Nihao China – mit dem niedlichen Pandabären – ist für Ausländer ausgesprochen hilfreich, schließlich ist im Reich der Mitte so gut wie alles digitalisiert.

Mit dem Tool, gelauncht von China UnionPay, der einzigen Kreditkartenorganisation des Landes, kann man übersetzen, bezahlen, sich durch den öffentlichen Nahverkehr navigieren und Tourismusservices nutzen. Angeschlossen sind die U-Bahnen in 43 Städten und Busse in 1760 Regionen.

Die App bietet eine Funktion zur Mehrwertsteuer-Rückerstattung in Shanghai oder Peking sowie Echtzeit-Wechselkurse. Und sie kann zur Bezahlung mit den allgegenwärtigen QR-Codes benutzt werden, weil sie chinesische Bezahldienste wie WeChat und Alipay einbindet.

Wichtig: Wer als Tourist in China Google nutzen will, kann darauf nur via eSIM oder VPN (ein gesicherter Datentunnel, der vor Einreise installiert sein muss) zugreifen.

Für iOS und Android, kostenlos

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