1. Wie Romeo und Julia: Verona

Die berühmteste Liebesgeschichte aller Zeiten spielt in der norditalienischen Stadt Verona. Noch heute lassen sich täglich Hunderte Verliebte vor dem Balkon an der Casa di Giulia in dem winzigen Innenhof in der Großstadt im Nordosten Italiens fotografieren.

Dass der Balkon nicht aus dem Mittelalter stammt, sondern erst vor 100 Jahren angebaut wurde – wen stört’s? Viel mehr zählt, dass das Anfassen der Bronzefigur vor Ort angeblich lebenslanges Glück in der Liebe bringt. .

Infos: casadigiulietta.comune.verona.it

2. Wie Grace Kelly und Rainier: Monaco

Diesen Plot würde jede Filmgesellschaft ablehnen, so kitschig ist er, aber die Realität schrieb ihn: Filmdiva Grace Kelly lernte 1955 Rainier, den stattlichen Fürsten des Ministaates Monaco, zwischen Frankreich und Italien an der Mittelmeerküste gelegen, kennen.

Ein Jahr später läuteten die Hochzeitsglocken, und das winzige Fürstentum wurde schnell zur Drehscheibe der High Society. An der Côte d’Azur lässt es sich herrlich zu zweit durch die frühsommerliche Küstenlandschaft schlendern, unter anderem auf dem Princesse-Grace-Parcours und im Princess-Grace-Rosengarten.

Infos: visitmonaco.com

3. Wie Julia Roberts und Hugh Grant: Notting Hill

Berühmter Filmstar trifft schüchternen Buchhändler: Im Filmhit „Notting Hill“ von 1999 spielt Hollywood-Beauty Julia Roberts sich selbst und ihr Darling Hugh Grant das männliche Aschenputtel, das nach einigen Wirrungen natürlich beim Happy End zum Prinzen wird.

Wie im Film: Bunte terraced houses in Notting Hill

Solche Geschichten mögen vor Kitsch triefen, herrlich romantisch sind sie aber trotzdem. Wer schon damals mit seinem eigenen Darling im Kino Händchen hielt, frischt die Beziehung zuverlässig mit einem Kurztrip in den schillernden Londoner Stadtteil an der Portobello Road auf.

Infos: visitlondon.com/things-to-do/london-areas/notting-hill

4. Wie Cäsar und Kleopatra: Auf dem Nil

Betörende Schönheit und mächtigste Frau ihrer Zeit: Ägyptens Königin Kleopatra verdrehte Roms Machthaber Cäsar angeblich den Kopf, indem sie ihn mit nicht mehr als ihrer Krone und einer Perlenkette bekleidet auf ihrer Prachtgaleere empfing.

Ein bisschen mehr sollten Verliebte heute schon anhaben, schließlich ist Ägypten ein islamisches Land. Doch eine Fahrt per Segelboot auf dem Nil, wie einst Königin und Kaiser, lässt sich auch heute wieder realisieren. Tipp: Der Besuch des neu eröffneten Grand Egyptian Museum in Kairo – vielleicht bei einer Private-Night-Tour samt optionalem Dinner und unvergesslichem Spaziergang zu den Pyramiden, wie die verschiedene Reiseveranstalter anbieten.

Info: visitegypt.com

5. Wie Sisi und Franz Joseph: Salzkammergut

In Bad Ischl in Österreich lernten sie sich kennen. Und noch heute schmachten Alt und Jung dahin, wenn Romy Schneider in dem gefühlvollen Liebesfilm aus den 1950er-Jahren ihren Karlheinz Böhm in die Arme schließt.

Pappkameradin: Ein Sisi-Aufsteller im Sisi-Park im Kurort Bad Ischl

Wer es den beiden nachmachen will, findet im neuen Hotel „Grand Elisabeth“ ein speziell der Kaiserin gewidmetes Vier-Sterne-Plus-Hotel mit Sisi-Frühstück, originaler Filmkutsche in der Lobby sowie Wellness-Bereich zentral neben Theater und Kaiservilla. Ein Spezialarrangement „Auf Sisis Spuren“ kostet ab 520 Euro für zwei Nächte inklusive Sisi-Dinner (grand-elisabeth.at).

Info: badischl.salzkammergut.at

6. Wie Ingrid Bergman und Humphrey Bogart: Casablanca

Der melancholische Pianospieler in Rick's Café stimmt „As times go by“ an, und Rick sagt zu seiner Ilsa am Flugplatz: „Ich schau dir in die Augen, Kleines“. Kein Zweifel, das ist „Casablanca“, der Klassiker unter den US-Liebesfilmen mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in den Hauptrollen.

Wer heute die marokkanische Stadt besucht, kann sich noch mal in die damalige Zeit zurückversetzen lassen, denn Rick's Café wurde dort originalgetreu nachgebaut.

Info: visitmorocco.com/de/reisen/casablanca

7. Wie von Goethe und Charlotte von Stein: Weimar

War die Beziehung wirklich eine rein geistig-intellektuelle oder war es doch mehr, was den Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe und seine Herzensdame Charlotte von Stein verband? Darüber mögen sich die Goethe-Biografen weiter streiten.

Paare, die vielleicht selbst noch nicht genau wissen, wie weit ihre Beziehung gehen soll, können das auf den Spuren der beiden in der romantischen Dichterstadt Weimar erkunden. Zm Beispiel bei einer Privatführung mit der perfekt kostümierten Charlotte von Stein – zum Kostenpunkt von 125 Euro für das zweistündige Vergnügen.

Info: weimar-touristinformation.de

8. Wie George Sand und Frédéric Chopin: Mallorca

Sie waren nicht verheiratet, sie war älter als er, und die Kinder waren auch nicht von ihm: Die gefeierte Schriftstellerin George Sand und ihr Freund, das Komponisten-Genie Frédéric Chopin, waren in vielerlei Hinsicht das Vorbild moderner Patchwork-Beziehungen, als sie 1838 für ein halbes Jahr nach Mallorca kamen.

Im wildromantischen Kloster von Valldemossa bezogen sie gemeinsam eine Zelle und schrieben begeistert nach Paris: „Alles, was sich ein Maler oder Dichter nur erträumen kann – hier hat es die Natur hervorgebracht.“ Noch heute weht der Macchia-Duft über das von Bougainvillea überwucherte Bergdorf und die bezaubernden Wanderwege rundum.

Info: visitvalldemossa.es/de

9. Wie Münter und Kandinsky: Murnau

Sie war seine Malschülerin, und er zeigte ihr bei ihren gemeinsamen Ausflügen von München ins bayerische Oberland offenbar mehr als nur den richtigen Pinselstrich. 1908 kauften sich Gabriele Münter und Wassily Kandinsky dann ihr gemeinsames Liebesnest, das putzige „Russenhaus“ oberhalb von Murnau am Staffelsee.

Hinweis auf eine Liebesgeschichte: Straßenschild in Murnau

Von dort aus revolutionierten sie mit der Erfindung der abstrakten Malerei die Kunst. Der Frühsommer ist die perfekte Zeit, zu zweit dem künstlerischen Esprit des malerischen Orts nachzugehen oder bei Kunstspaziergängen entlang der Entstehungsorte berühmter Gemälde die aufblühende Natur zu bewundern.

Info: tourismus.murnau.de/kultur/persoenlichkeiten/wassily-kandinsky

10. Wie John und Yoko: Amsterdam und Montreal

Ihre Liebe sollte Zeichen setzen. Die Flitterwochen verbrachten Beatle John Lennon und seine frisch angetraute Frau, die Künstlerin Yoko Ono, folgerichtig in einem ganz besonderen Bett. Sie mieteten die Suite 902 im „Amsterdam Hilton Hotel“ und demonstrierten dort täglich bei einem sogenannten „Bed-in“ für den Weltfrieden.

Die Fotografen im Hotelzimmer braucht der normale Flitterwöchner vielleicht nicht unbedingt, und die Suite 902 wie das gesamte Hotel wird gerade umfassend renoviert, erst danach soll sie für Gäste wieder verfügbar sein.

Aber es gibt einen Plan B: Denn im „Fairmont The Queen Elizabeth“ in Montreal veranstalteten John und Yoko 1969 ihr zweites „Bed-In for Peace“ und nahmen dabei „Give Peace a Chance“ auf. Ort des Geschehens ist die Suite 1742 im 60er-Jahre-Ambiente, gestaltet mit Beatles-Fotos und Memorabilien. Eine Nacht kostet ab circa 300 Euro, im Vergleich zur fünfmal so teuren Suite in Amsterdam ist das ein echtes Schnäppchen – nur die Anreise ist ungleich weiter.

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