Der Kölner Dom erhebt ab der zweiten Jahreshälfte einen Eintritt für Touristen. So soll die Finanzlage von Deutschlands bekanntester Kirche verbessert werden, wie Dompropst Guido Assmann am Donnerstag bekannt gab. „Wir müssen unsere eigene Einnahmenseite steigern“, sagte der Geistliche. Für Gottesdienste und Gebete soll der Dom aber weiterhin frei zugänglich sein. Nun werde ein Konzept für die praktische Umsetzung entwickelt, sagte Assmann. Auch die Höhe der künftigen Gebühr stehe noch nicht fest.

Derzeit kostet die Kathedrale mehr Geld, als sie einnimmt: 2024 hatte der Dom in seinem Finanzbericht ein Minus von 240.000 Euro verzeichnet. Ausgaben von rund 14,2 Millionen Euro standen Einnahmen von rund 14 Millionen Euro gegenüber. Der größte Anteil stammte mit rund einem Drittel vom gemeinnützigen Zentral-Dombau-Verein, der den Erhalt des Doms fördert.

Weitere Mittel kamen etwa vom Land NRW und der Stadt Köln, dem Erzbistum, aus Spenden und Eintrittsgeldern für Turm und Schatzkammer.

Den Kölner Dom besuchen pro Jahr rund sechs Millionen Menschen. Die Kathedrale gehört damit zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Bundesrepublik. In Deutschland sind die meisten Kirchen frei zugänglich. Allerdings kosten zum Beispiel Turmbesteigungen und Kirchenschatz-Ausstellungen auch hierzulande häufig Eintritt. Im Ausland sind Zugangsgelder für Kirchen üblicher.

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