Auf zum Mond. Die persönliche Bordkarte für „Artemis II“ ist ausgestellt, die Ticket-Nummer lautet M2M2026238900AII.

Am Kennedy Space Center in Florida steht die Trägerrakete SLS bereits startklar, geplant ist eine Mondumrundung im Orion-Raumschiff. Es ist die erste bemannte Mondumrundung seit 1972, ohne Landung. Mit an Bord: Vier Astronauten und gut 4,8 Millionen Mondtouristen. Das könnte eng werden.

Freilich sind nur die Namen der privaten Passagiere unterwegs zum Mond, aber immerhin: Die Nasa schickt tatsächlich beim voraussichtlichen Starttermin März 2026 eine SD-Speicherkarte mit allen diesen angemeldeten Namen auf den Trip um den Mond. Sie wird an Bord des Orion-Raumschiffs platziert.

Also: Das sind gut zwei Millionen Kilometer auf diesem historischen Zehn-Tages-Trip einmal hinter den Mond und zurück. Da fühlt man sich als virtueller Mond-Reisender an den kosmischen Kult-Reiseführer von Douglas Adams erinnert: „Per Anhalter durch die Galaxis“, mit Handtuch und dem Reise-Motto „Keine Panik. Zeit ist eine Illusion“.

Jeder auf der Erde kann sich für die Artemis-Sause anmelden und dabei sein. Selbst sein Haustier ist willkommen, falls man keinen Tiersitter findet, schreibt die Nasa augenzwinkernd. Wer noch auf der Speicherkarte mitfliegen will: (https://www3.nasa.gov/send-your-name-with-artemis/).

Man kann übrigens auch beliebig viele andere Leute per Mail nennen, vielleicht auch solche, die man schon immer mal virtuell zum Mond schießen wollte. Das ist übrigens alles kostenlos. Eine unterhaltsame Aktion!

Der Traum vieler mondsüchtiger Reisender, irgendwann selbst einmal als Freizeit-Astronauten zum Mond fliegen zu können, dürfte allerdings bereits am nötigen Kleingeld scheitern.

Trotzdem gibt es mit dem aktuellen Hype um die bevorstehenden neuen bemannten Nasa-Mondmissionen, den ersten seit 53 Jahren, tatsächlich einen kommerziellen Mond-Reiseanbieter.

Reservierung möglich: Eine Runde Golf auf dem Mond

Ein US-Start-up namens GRU Space plant nach eigenen Angaben um 2032 herum ein Hotel auf dem Mond – und nimmt dafür bereits Reservierungen entgegen. Die Reservierungsgebühr kostet gut 1000 Dollar (nicht erstattungsfähig) die spätere Anzahlung ist astronomisch hoch, nicht unter 250.000 Dollar.

Fabuliert wird erst einmal über aufblasbare Iglus, Ausflüge und eine Runde Golf auf dem Mond. Klingt utopisch.

GRU steht für „Galactic Resource Utilization“, also „galaktische Ressourcennutzung“ – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen russischen Auslandsgeheimdienst. GRU Space jedenfalls will sogar langfristig ein festes Hoteldorf auf dem Mond bauen.

Das soll so gehen: Der Oberflächenstaub, Mondregolith genannt, könnte durch Bindemittel von Robotern zu stapelbaren Ziegeln geformt werden. Klingt nach Lego für Außerirdische und damit ziemlich unrealistisch.

Tickets ins All für Superreiche

Andererseits: Die Nasa will ja auch nach eigenen Angaben bereits um 2030 einen Atomreaktor auf dem Mond bauen. Und die Nasa-Astronauten dürfen ab sofort erstmals ihre Smartphones mitnehmen und wie Urlauber private Schnappschüsse für die Familie knipsen, wie es so hinter dem Mond aussieht. Da tut sich was!

Und auch Tickets ins All sind ja für vermögende Touristen ein alter Hut. Wer will, kann mit SpaceX, Virgin Galactic oder Blue Origin schon jetzt ein paar Minuten Schwerelosigkeit im Orbit genießen (ab 450.000 Dollar).

Der Übernachtungspreis im Mondhotel nebst Anreise wäre allerdings nicht unter zehn Millionen Dollar machbar (gru.space/reserve). Die Sache mit dem fehlendem Sauerstoff, hoher Strahlung sowie unangenehmen Temperaturen zwischen plus 130 Grad und minus 150 Grad ist leider auch weiterhin nicht ausgereift. 

Mondhotel-Idee auf der Erde

Wie gut, dass als Option nun auch auf der Erde ein Hotel als Mondkugel geplant ist. Das kanadische Architekturbüro Moon World Resorts tüftelt in Dubai an einem runden Luxus-Hotel: Der Durchmesser der Mondkugel soll 224 Meter betragen. Allerdings hat sich bisher weder ein Plätzchen noch ein Investor gefunden. 

Für etwas Mondstimmung sorgt bis dahin ein Gang ins Museum. Original-Mondgestein, von den Apollo-Astronauten damals gesammelt, zeigen das Deutsche Museum München, das Rieskratermuseum Nördlingen, das Technik-Museum Speyer und das Haus der Geschichte in Bonn. Dem Mond ganz nah!

Wer 2027 wenigstens mit seinem Namen sogar auf dem Erdtrabanten landen will, der kann ab Herbst 2026 auch eine Bordkarte für die geplante bemannte Artemis-III-Mondlandung der Nasa 2027 ordern. Dann ist der Name garantiert beim Mann im Mond.

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